Historischer Fund in der Steyrtalgemeinde Grünburg
GRÜNBURG. Bei Renovierungsarbeiten in einem alten Gebäude in Grünburg stießen Mitglieder des Vereins „Zeitreise ins 20. Jahrhundert“ auf eine „Deponie“: Die Funde reichen in die Zeit des späten 17. und frühen 18. Jahrhundert zurück. Darunter sind auch ältere Stücke, wie etwa eine Münze aus dem Jahr 1577.

„Zu Beginn fanden wir unzählige Knochen, Zähne, Scherben, aber auch ein Fragment einer frühen Knopfpfeife aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, Münzen, Ahlen, Knöpfe und vieles mehr“, berichtet Christian Ludwig vom Verein „Zeitreise ins 20. Jahrhundert“, der das Projekt leitet. „Das Denkmalamt wurde informiert und der zuständige Archäologe begutachtete die Funde“, so Bernd Blank, der den Fundort zur Verfügung stellte. Erstaunt waren die Hobbyarchäologen über den guten Zustand der Fundstücke. „Seither bemühen wir uns noch mehr in unzähligen Stunden, die historischen Artefakte sorgfältig zu bergen. Wir möchten diese dann auch der Öffentlichkeit zugänglich machen. Somit können wie ein Stück Heimatgeschichte und einen Einblick in das damalige Leben präsentieren.“
Schüler des BRG Kirchdorf halfen bei den Ausgrabungsarbeiten
Mit diesem Fund konnte der Verein auch Manfred Martin, Geschichtslehrer am BRG Kirchdorf, begeistern. Im Rahmen eines Geschichtsprojektes unterstützte Manfred Martin gemeinsam mit seinen Schülern die Ausgrabungsarbeiten in Grünburg. Dabei kamen weitere interessante Gegenstände zum Vorschein. Die Vermutung liegt nahe, dass in dem alten Gebäude unter anderem eine Werkstatt untergebracht war, die um das Jahr 1700 Knochenknöpfe, Messergriffe und sonstige Gegenstände aus Knochen und Hirschhorn fertigte, was die unzähligen bearbeiteten Knochenreste und gefundenen Gegenstände erklären würde. Christian Ludwig und Bernd Blank sind bereits gespannt, was sie noch alles finden werden.


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