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WINDISCHGARSTEN. Nach intensiven Planungen und terminlichen Herausforderungen war es Ende Juli endlich soweit: Für 27 Natur- und Weinbegeisterten ging es auf Weinreise in die „Weinwelt Langenlois“. Veranstaltet wurde die Reise von den Naturfreunden Windischgarsten – unter der Betreuung von Reiseleiter Hans Schweiger.

Auf Weinreise in Langenlois (Foto: NF Windischagarsten)
Auf Weinreise in Langenlois (Foto: NF Windischagarsten)

Um exakt 6:30 Uhr fiel am Sportplatz-Parkplatz in Windischgarsten der Startschuss der Weinreise. Damit nicht nur der Reisebus, sondern alle 27 Natur- und Weinbegeisterten schnell auf Touren kommen konnten, hatte Reiseleiter Hans Schweiger nach den ersten Kilometern etwas ganz Besonderes vorbereitet: Einen leichten, feinen und spritzigen Frizzante. Angeregt von diesem Gaumenschmeichler stieg die Stimmungskurve in Minutenfrist schnell und steil an und ist bis zum Ende der Reise nicht mehr abgeflacht.

Auf Entdeckungstour im Winzerhof Sax

Im ersten Weingut angekommen, wurden die Teilnehmer von Michael Sax, dem jungen Chef des gleichnamigen Weinguts, aufs Freundlichste empfangen. Über die anschließende Besichtigung des seit 1660 bestehenden Weingutes zeigten sich die Teilnehmer begeistert. In der Schatzkammer des Betriebes lagern 80.000 Liter Wein in Glasflaschen und in Fässern. „Gewölbekeller haben sich seit Jahrhunderten bewährt. Sie helfen dem Winzer den Wein zur perfekten Reife zu führen. Gleichbleibende Temperatur und ideale Luftfeuchte garantieren so die optimale Lagerung“, so Michael Sax.

Wanderung zum Weingut Kroneder

Nach diesem ersten Programmhighlight war es Zeit für das Mittagessen im Gasthaus „Langenloiserhof“, bevor es weiter zum Weingut Kroneder ging. Mit einem herrlichen Blick über Langenlois und seinen umliegenden Weinbergen ging es gemütlich ein Stück des Langenloiser Weinweges entlang. Vorbei an frischgrünen Weingärten, die auch als „Rieden“ bezeichnet werden, wanderten die Teilnehmer hinauf zu Kroneder's bewirtschafteter Weingartenhütte, wo als Belohnung die nächste Weinverköstigung wartete. „Rieden sind Bezeichnungen für eine Lage, die sich durch besondere Bodentypen und Klimabedingungen auszeichnen“, erklärte Weingutchef Erich Kroneder den Teilnehmern. Und so ließ sich auch er nicht lumpen und kredenzte eine Reihe seiner hervorragenden Weine, bei denen er sich – wie fast alle Winzer im Kamptal – auf die weißen Sorten, insbesondere auf den Grünen Veltliner fokussierte. Nach der Verköstigung ging es dann weiter ins SmartMotel in Gars am Kamp. Gelungenen Ausklang fand der Tag im Heurigenlokal „Schrägen Vogel“ und der Vinothek „Auszeit“.

Besichtigung der Rosenburg

Am Sonntagmorgen standen schon die nächsten Höhepunkte auf dem Plan: Die Besichtigung der Rosenburg, eine Greifvogelflugschau – und schlussendlich die Tour zum Weingut Daschl. Das Weingut Daschl ist ein traditionsreicher Familienbetrieb und Chef Karl Daschl ein Unikum. Mit spitzbübischer Eloquenz, Schlagfertigkeit und Spontaneität machte er aus der Verköstigung seiner hervorragenden Weine ein Mittelding aus Unterhaltung und Weinkultur. Verkostet wurden an diesem Nachmittag etliche Weine, vom Grünen Veltliner, Riesling bis hin zum Gelben Muskateller und auch einigen Rotweinen. 

Das Ende einer unvergesslichen Reise

Auf der Heimfahrt ließen sich die Teilnehmer zum Abschluss noch ein Wachauer Laberl und kühle Getränke aus dem Bordkühlschrank schmecken und waren gegen 20 Uhr pünktlich wieder zurück in Windischgarsten. Alle waren sich einig, dass es eine unvergessliche Reise war und dass nicht nur ein beachtlicher Weinvorrat, sondern vor allem auch tolle Eindrücke und viele Erinnerungen an schöne, gemeinsame Stunden mit nach Hause genommen wurden.

Im kommenden Jahr wollen die Naturfreunde Windischgarsten eine Bierreise nach Deutschland anbieten. „Sobald es konkret wird, laden wir herzlich dazu ein“, sagt Monika Quatember.


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