Katzenbaby in Steinbach an der Steyr auf Straße geworfen
STEINBACH AN DER STEYR/STEINBACH AM ZIEHBERG. Ein Fall von Tiermisshandlung erschütterte die Gemeinde Steinbach an der Steyr, als ein aufmerksamer Mann ein schwer verletztes weibliches Katzenbaby auf der Straße entdeckte. Laut Aussage wurde das junge Kätzchen auf die Straße geworfen, bevor es von ihm gerettet wurde.

Der sofortige Einsatz des Mannes rettete dem kleinen Geschöpf vermutlich das Leben, als er es in die Obhut eines nahegelegenen Tierarztes brachte. Dieser vermittelte es an Tierärztin Ursula Kimberger in Kirchdorf, wo es drei Tage lang intensiv medizinisch betreut wurde. Die Verletzungen sind, laut der Tierärztin, schwerwiegend. Alle Bänder sind gezerrt. Das Katzenbaby ist sehr geschwächt und befindet sich in einem äußerst kritischen Zustand.
Kampf um das Leben von „Geometrie“
Das kleine Katzenmädchen, das den Namen „Geometrie“ erhalten hat, wird nun im Tierparadies Schabenreith betreut. Dort erhält es kontinuierliche medizinische Versorgung und liebevolle Betreuung. Die Herausforderungen sind groß, da das Kätzchen alle zwei Stunden behutsam gefüttert, gewärmt und mit Schmerzmitteln versorgt werden muss. Der Ausgang des Überlebenskampfes von „Geometrie“ bleibt vorerst ungewiss, während das engagierte Team im Tierparadies Schabenreith alles dafür tut, um sein Leben zu retten.
Strikte Einhaltung der Kastrationspflicht erforderlich
„Dieser tragische Vorfall unterstreicht erneut die Notwendigkeit, das Bewusstsein für Tierschutz und verantwortungsbewusste Tierhaltung zu schärfen. Jährlich landen sehr viele Katzenbabys in Tierheimen oder werden auf grausame Weise „entsorgt“. Um solche traurigen Schicksale zu verhindern, ist die strikte Einhaltung der Kastrationspflicht von großer Bedeutung. Österreich hat seit 2005 eine gesetzliche Kastrationspflicht für Katzen und Kater eingeführt, die regelmäßigen Freigang haben. Ausnahmen gelten nur für Tiere, die kontrolliert gezüchtet werden und entsprechend gechippt sowie registriert sind. Seit 2016 gilt die Kastrationspflicht auch für Katzen in bäuerlicher Haltung. Verstöße können mit empfindlichen Geldstrafen geahndet werden“, informiert das Tierparadies Schabenreith.
Streunerkatzenprojekt als Unterstützung für Tierschützer
Seit 2011 existiert das Streunerkatzenprojekt, das vom Land Oberösterreich ins Leben gerufen wurde. Viele Tierschutzorganisationen in Oberösterreich arbeiten daran mit. Pro verwilderte Hauskatze erhalten Partnerorganisationen einen Unterstützungsbeitrag als finanzielle Beihilfe zur Kastration, inklusive Chippung und Registrierung. So konnten bisher tausende verwilderte Katzen in Oberösterreich kastriert werden.


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