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BEZIRK KIRCHDORF. Das ReKI Kirchdorf hat vor rund einem Jahr einen Runden Tisch zum Thema Arbeit und Integration ins Leben gerufen. Regelmäßig treffen sich Vertreter aus Arbeit und Wirtschaft, Flüchtlingshilfe und Sozialbereich, um sich auszutauschen.

Die Teilnehmenden des Runden Tisches Integration & Arbeit mit Simon Ziegelbäck und Anna Schimpl von der Integrationsstelle OÖ, die Fragen zum Thema Deutschkursangebote diskutierten. V.l.: Günter Schmied (AMS Kirchdorf), Waltraud Hagmair-Pühringer (SPES Arbeitsstiftung), Anna Schimpl (istOÖ), Simon Ziegelbäck (istOÖ), Benita Fuchs (Caritas OÖ Flüchtlingshilfe), Tamara Geyer (ReKI Kirchdorf), Kornelia Ploberger (Rotes Kreuz Flüchtlings- und Asylbetreuung Region Steyr-Kirchdorf), Andreas Payer (Volkshilfe Regionalleitung), Michaela Fedortchouk-Luegmair (Caritas Connect-U), Belmir Elkaz (Rotes Kreuz Flüchtlings- und Asylbetreuung Region Steyr-Kirchdorf) (Foto: ReKI Kirchdorf / Caritas OÖ)

„Menschen mit Fluchtgeschichten mit Arbeitsplätzen in der Region verbinden“ – dieses Ziel hat sich der „Runde Tisch Integration und Arbeit“ gesetzt, der seit März 2023 regelmäßig in Kirchdorf zusammen kommt. Vertreter aus Arbeit und Wirtschaft, Flüchtlingshilfe und Sozialbereich nutzen dieses vom Regionalen Kompetenzzentrum für Integration und Diversität (ReKI) Kirchdorf initiierte und gestaltete Format, um sich auszutauschen, Synergien zu nutzen und gemeinsame Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln.

Derzeit warten im Bezirk Kirchdorf gut 200 Menschen auf den Ausgang ihres Asylverfahrens. Dazu kommen einige Vertriebene aus der Ukraine, die hier vorübergehend oder dauerhaft Fuß gefasst haben und zahlreiche Menschen, deren Asylverfahren bereits mit einem Aufenthaltstitel abgeschlossen wurde. All diese Menschen mit Fluchtgeschichten stehen vor der Herausforderung der Jobsuche in der Region. Viele möchten bereits während des Asylverfahrens arbeiten, was grundsätzlich möglich ist und auch im Bezirk Kirchdorf bereits passiert. Besonders für geflüchtete Menschen ist es aber oft schwierig, einen geeigneten Job zu finden. Rechtliche Hürden, administrative Lücken und fehlende Deutschkurse und Qualifizierungsangebote während des oft lange dauernden Asylverfahrens erschweren die Suche. Fehlende informelle Netzwerke und Kinderbetreuungsmöglichkeiten machen die Jobsuche zusätzlich schwierig.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sollen zukünftig insbesondere Maßnahmen im Bereich Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung (sowohl in regionalen Betrieben als auch bei den Menschen mit Fluchtgeschichten) sowie Kennenlernen und Vernetzung zwischen Geflüchteten und den Betrieben gesetzt werden. Für die Teilnehmenden bietet der Runde Tisch zudem die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand zu erhalten, miteinander nachhaltige Kontakte zu knüpfen und bestehende Lücken im System zu überbrücken.


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