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STEINBACH AM ZIEHBERG/KIRCHDORF AN DER KREMS. In einer bemerkenswerten Rettungsaktion bewies die erfahrene Tierpflegerin Jessy vom Tierparadies Schabenreith in Steinbach am Ziehberg einmal mehr ihr unermüdliches Engagement für Tiere in Not. Ein schwach und krank aufgefundener Marder konnte dank ihres beherzten Einsatzes gerettet werden.

Das Tierparadies rettete einen Marder. (Foto: Tierparadies Schabenreith / Hofner)
  1 / 3   Das Tierparadies rettete einen Marder. (Foto: Tierparadies Schabenreith / Hofner)

Die Marder-Rettung fand in unmittelbarer Nähe des Kirchdorfer Teichs statt, nachdem eine aufmerksame Spaziergängerin, die mit ihrem Hund unterwegs war, das hilflose Tier entdeckte und sofort das Team vom Tierparadies Schabenreith alarmierte. Ohne zu zögern, eilte Jessy zum Fundort. Um zu dem schwer erkrankten Marder zu gelangen, musste sie über einen Zaun klettern. Der gerettete Marder, der auf den Namen Wacholder getauft wurde, befindet sich derzeit in der Obhut des Tierparadieses, wo er sofort die notwendige medizinische Versorgung erhielt.

Wacholder leidet an einer schweren Infektion. Er ist alt, schwach und blind und kämpft um sein Leben. Das Tierparadies Schabenreith hat zugesichert, dass Wacholder, sollte er sich erholen, ein dauerhaftes Zuhause in der Einrichtung finden wird.

Ein Herz für Marder

Der Steinmarder, oft missverstanden wegen Zwischenfällen mit Autos und Häusern, gehört zu den einheimischen Tierarten. „Marderschäden am Auto entstehen durch territoriale Markierungen und Neugier, nicht Boshaftigkeit“, heißt es seitens des Tierparadieses. Es gibt mehrere Gründe, die Marder zu schätzen und ihnen gegenüber positiv eingestellt zu sein.

  • Vielfalt: Der manchmal in Autos gefundene Steinmarder ist nur eine von vielen Marderarten, zu denen auch der Baummarder gehört. Diese Artenvielfalt, einschließlich Otter, Dachse, Iltisse, Nerze und Wiesel, bereichert die Fauna erheblich.
  • Überlebenskünstler: Marder haben sich erfolgreich an veränderte Umgebungen angepasst. Sie nutzen menschliche Siedlungen für Verstecke und ernähren sich vielfältig, was ihre Anpassungsfähigkeit und Überlebenskraft unterstreicht.
  • Niedliches Aussehen: Mit ihren abstehenden Ohren und süßen Nasen gewinnen Marder Sympathien.
  • Faszinierende Bewegungen: Ihre beeindruckende Beweglichkeit, wie das Kopfvoran-Klettern und weite Sprünge, fasziniert Beobachter.
  • Wichtige Rolle in der Natur: Sie tragen zur Kontrolle von Schädlingspopulationen, zur Gesundheit von Wäldern, zur Biodiversität und zum Monitoring ökologischer Veränderungen bei. Ihre Erhaltung ist daher wichtig für das ökologische Gleichgewicht und die Gesundheit von Ökosystemen.

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