Energie-Experte Wolfgang Bögl gibt Tipps zum Energiesparen im Haushalt
BEZIRK KIRCHDORF. Strom, Heizung, Warmwasser: Die Energiekosten steigen und machen sich im Geldbörserl bemerkbar. Energie-Experte Wolfgang Bögl, Geschäftsführer der Megawatt Group GmbH in Kirchdorf, gibt Tipps zum Energiesparen.

Die meiste Energie im Haushalt wird beim Heizen verbraucht. „Wenn man von einem gut gedämmten Haus ausgeht, entfällt rund die Hälfte des Energieverbrauchs im Haushalt – je nach Heizsystem – auf das Heizen“, berichtet Wolfgang Bögl: „Zehn Prozent sind dem Warmwasser zuzuschreiben. 15 Prozent werden in der Küche für E-Herd, Geschirrspüler, Tiefkühltruhe und Kühlschrank gebraucht. Weitere zehn Prozent entfallen auf Waschmaschine und Wäschetrockner. Für TV, Beleuchtung und Standby werden fünf Prozent der Energie verbraucht und für Technik wie Heizungspumpen und Akkus zehn Prozent.“
Raumtemperatur absenken
Viel Energiespar-Potenzial steckt in der Heizung. „Die Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad spart sechs Prozent der Heizkosten, bei zwei Grad werden schon zwölf Prozent gespart“, weiß der Energie-Experte. Vor allem in Nebenräumen, wo man sich nicht ständig aufhält, könne durch die Absenkung der Raumtemperatur dauerhaft Geld gespart werden.
„Die günstigste Kilowattstunde ist jene, die man nicht braucht. Daher macht es auch Sinn, sparsame Haushaltsgeräte zu kaufen. Alte Heizungspumpen sind große Stromfresser, die man tauschen sollte“, empfiehlt Wolfgang Bögl. Ein Heizungstausch ist derzeit besonders sinnvoll, denn es gibt die Sanierungsoffensive 2024 der Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC), wo bei einem Heizungstausch bis zu 75 Prozent der Kosten gefördert werden. Dabei kann auf ein effizientes und ökologisches Heizsystem umgerüstet werden. Ältere Haushaltsgeräte, die einen hohen Stromverbrauch haben, sollten ebenfalls getauscht werden. Wolfgang Bögl ruft auch Maßnahmen in Erinnerung, die jeder kennen sollte: „Licht abdrehen und den Deckel auf den Kochtopf geben.“
PV-Anlage wird unterschätzt
„Einige glauben, dass sich der Erwerb einer Photovoltaik-Anlage lange nicht rechnet. Das stimmt nicht“, weiß der Experte und erklärt: „Mit der Inbetriebnahme wird der Eigentümer der eigene Stromlieferant und spart sofort bei der nächsten Stromrechnung. Die Eigenversorgung kann durch die Integration eines Stromspeichers auf 80 Prozent des gesamten Stromverbrauches verbessert werden.“


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