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BEZIRK KIRCHDORF. Am Samstag, 5. Oktober, wird wieder ein bundesweiter Zivilschutz-Probealarm durchgeführt. Zwischen 12 und 12.45 Uhr heulen in ganz Österreich die Sirenen. Zeitgleich ruft der Zivilschutzverband dazu auf, den eigenen Haushalt auf Krisenresistenz zu prüfen. Was es dabei zu beachten gilt, verrät Zivilschutz-Bezirksleiter Dieter Goppold aus Kirchdorf.

Dieter Goppold mit dem Familien-Notfallplan des OÖ Zivilschutzverbandes. (Foto: OÖ Zivilschutzverband)

„Die Grundlage der Eigenvorsorge ist ein krisenfester Haushalt mit Lebensmittelbevorratung und entsprechenden technischen Hilfsmitteln. In Krisenzeiten können ausbleibende Lieferungen und Panikkäufe sehr schnell zu leeren Geschäften führen. Zudem gibt es Katastrophensituationen, in denen man Gebäude nicht verlassen kann oder darf“, informiert Dieter Goppold. Die Vorsorge für einen Katastrophenfall könne dabei in drei Bereiche gegliedert werden: Lebensmittel, technische Hilfsgeräte und Medikamente samt Hygieneartikel.

Einmal jährlich Vorrat kontrollieren und erneuern

„Ratsam ist es, nur Produkte zu lagern, die mindestens ein Jahr lang haltbar sind. Damit braucht man nur einmal im Jahr an seinen Vorrat denken und ihn erneuern“, so Goppold. Der OÖ Zivilschutzverband empfiehlt etwa, den jährlichen Zivilschutz-Probealarm für die Überprüfung des krisenfesten Haushalts zu nutzen.

Familien-Notfallplan als Unterstützung

Unterstützend wirkt dabei der neue, kostenlose Familien-Notfallplan. „Im Familien-Notfallplan sind Szenarien und Handlungsanweisungen nach dem 'Wenn-Dann-Prinzip' enthalten. Anhand einer Checkliste sollten die Kenntnisse der Warnsignale, die Lebensmittelvorräte und die technischen Hilfsmittel überprüft werden. Darin soll auch festgelegt sein, wie sich jeder Einzelne bei einem Notfall verhält“, so Goppold. Die 40 Seiten starke Broschüre kann kostenlos beim OÖ Zivilschutz unter 0732 652436 oder auf zivilschutz-shop.at bestellt werden.

„Wer rechtzeitig in haltbare Lebensmittel, Wasser, ein Notfall-Radio, Taschenlampe, Medikamente und Hygiene-Artikel investiert, sitzt morgen nicht hungrig, unvorbereitet und abgeschnitten von der Außenwelt im Dunkeln“, betont der Kirchdorfer.

Kommunikation in Krisenzeiten

„Eine wertvolle Ergänzung zur Warnung und Alarmierung ist das Zivilschutz-SMS als direkter Kommunikationskanal der Gemeinde beziehungsweise eines Bürgermeisters, um die Bevölkerung zu informieren“, so Goppold. Mit dem Zivilschutz-SMS erhalten Bürger wichtige Benachrichtigungen im Katastrophenfall direkt aufs Smartphone. Hilfreiche, regionale Informationen und Verhaltensanweisungen werden dabei von der Gemeinde versendet.

„Das Ziel des OÖ. Zivilschutzes ist, Bürger bei der Vorbereitung für einen krisenfesten Haushalt mit hilfreichen Tipps zu unterstützen. Es gibt dafür ein umfangreiches Informationsangebot, das Spektrum der Zivilschutz-Drucksorten reicht von Ratgebern über den krisenfesten Haushalt bis hin zu Ratgebern bei Blackout-Stromausfall, Brandschutz, Strahlenschutz und Unwetter. Sie alle werden regelmäßig aktualisiert und erweitert“, so Goppold.

Checkliste für die Überprüfung daheim

  • Lebensmittel- und Getränkevorrat (Menge, Ablaufdatum)
  • Feuerlöscher (Überprüfungstermin)
  • Rauchmelder und Kohlenmonoxid-Warner (Funktionstest, Prüfknopf)
  • Notfallradio und Notbeleuchtung (Funktionstest)
  • Elektro-FI-Schutzschalter im Sicherungskasten (Funktionstest, Prüfknopf)
  • Notkochstelle (Funktionstest)
  • Hausapotheke und Kaliumjodidtablette (Vollständigkeit, Ablaufdatum)
  • Evakuierungsrucksack mit Dokumentenmappe (Vollständigkeit)
  • Auto: Verbandszeug, Feuerlöscher, Warndreieck, Warnweste, Lifehammer (Zustand, Vollständigkeit, Ablaufdatum)
  • Familien-Notfallplan (mit Angehörigen besprechen)

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