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WINDISCHGARSTEN. Zu Allerheiligen (1. November) wurde im Zuge der Gräbersegnung am Friedhof in Windischgarsten eine „Gedenkstätte für alle Ungeborenen“ eröffnet. Diese besondere Initiative bietet einen Ort des Gedenkens für Familien, die den Verlust eines ungeborenen Kindes erfahren haben.

  1 / 3   Die Gedenkstätte am Windischgarstner Friedhof bietet einen Ort der Trauer und des Gedenkens für alle Betroffenen. (Foto: Daniel Strutzenberger)

Der zentrale Monolith, gefertigt aus Edelrost patiniertem Cortenstahl, symbolisiert das Vergängliche. In einer Öffnung des Monolithen befindet sich eine vergoldete Freiform, die Hoffnung und Glauben repräsentiert. Die Inschrift auf dem Monolithen enthält einen Bibelvers aus Psalm 139: „Denn du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter.“

Ort des Gedenkens und der Trauer

Ein wesentlicher Aspekt dieser Gedenkstätte ist der umfassende Begriff „für alle Ungeborenen“. Das Projektteam erklärt: „Während der Begriff 'Sternenkinder' oft nur Fehlgeburten über 500 Gramm umfasst, soll diese Gedenkstätte allen ungeborenen Kindern gewidmet sein – einschließlich Fehl- und Totgeburten sowie Abtreibungen.“ So soll den Familien ein Ort des Gedenkens und der Trauer geboten werden, unabhängig vom genauen Zeitpunkt oder den Umständen des Verlusts.

Das 2021 gestartete Projekt wurde von der Pfarre Windischgarsten in Zusammenarbeit mit einem engagierten Team von Freiwilligen verwirklicht. Die künstlerische Gestaltung übernahm Markus Gamsjäger (Studio HAUSNA*) aus Hallstatt. Eine Sitzgelegenheit aus Eichenholz und eine Verblendung aus Cortenstahl für Kerzengaben vervollständigen die Gedenkstätte und bieten Trauernden einen ruhigen Ort der Besinnung.

Mehr zum Thema: Ein Platz zum Erinnern und Trauern: Gedenkorte für Sternenkinder im Bezirk Kirchdorf


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