Pamela Mühlbachler unterstützt Familien in Kirchdorf, Steyr und Wels, wenn die Kräfte nachlassen
KIRCHDORF/WELS/STEYR. Seit fast 18 Jahren ist Pamela Mühlbachler als Familienhelferin im Einsatz – auch im Bezirk Kirchdorf sowie in Wels und Steyr unterstützt sie Familien, wenn der Alltag aus dem Gleichgewicht gerät. Die 52-Jährige weiß aus eigener Erfahrung als Mutter einer Patchworkfamilie mit vier Kindern, wie schnell Belastungen über den Kopf wachsen können.

„Es sind nicht immer die großen Katastrophen oder Todesfälle, die Familien an ihre Grenzen bringen“, sagt Mühlbachler. „Viel öfter sind es die vielen kleinen Dinge, die sich daneben aufstauen: schlaflose Nächte mit einem Schreibaby, eine Erkältungswelle in der Familie oder keine Großeltern in der Nähe, die kurzfristig einspringen können.“
Hilfe, wenn alles zu viel wird
In solchen Momenten kommt Mühlbachler und ihre Kolleginnen der Caritas-Familienhilfe zum Einsatz. Sie springen ein, wenn Eltern Entlastung brauchen – sei es nach einem Unfall, bei Krankheit oder einfach dann, wenn die Kräfte schwinden. Wie oft sie eine Familie unterstützt, richtet sich ganz nach dem individuellen Bedarf.
Die Hilfe ist vielfältig und alltagsnah: beim Lernen für die Schule, bei Hausaufgaben oder beim Spielen mit den Kindern. Auch Begleitungen zum Arzt oder Unterstützung am Morgen, damit alle rechtzeitig in Schule und Kindergarten kommen, gehören dazu. Ebenso wichtig ist die Hilfe im Haushalt – vom Kochen über Einkäufe bis hin zur Wäsche.
Kleine Entlastung mit großer Wirkung
„Es muss keine schwere Erkrankung sein. Schon wenn man spürt, dass die Kraft nachlässt, soll man sich melden. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortung“, betont Mühlbachler. Ziel sei es, Familien zu stabilisieren und ihnen wieder Luft zum Durchatmen zu verschaffen.
Hürden abbauen
Viele Familien zögern zunächst, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. „Viele haben Bedenken, weil sie sich davor scheuen, jemand Fremden ins Haus zu lassen“, erzählt Mühlbachler. „Aber wir kommen nicht, um zu beurteilen – sondern um zu entlasten. Unser Ziel ist es, dass Familien nach unserem Einsatz wieder besser zurechtkommen.“
Sozial gestaffelte Unterstützung
Die Caritas-Familienhilfe wird im Auftrag der Sozialhilfeverbände und Magistrate organisiert. Die Kosten sind sozial gestaffelt und richten sich nach dem Einkommen der Familien, ein Teil wird vom Land Oberösterreich getragen. Für den Einstieg gibt es zudem einen vergünstigten Pauschaltarif von 105 Euro für die ersten 21 Stunden.
Gerade in herausfordernden Zeiten ist die Familienhilfe für viele eine wichtige Stütze – leise im Hintergrund, aber mit spürbarer Wirkung im Alltag.


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