Trauer um Pater Albert Dückelmann
KREMSMÜNSTER/TRAGWEIN. Der aus Tragwein stammende Pater Albert Dückelmann, Benediktiner des Stiftes Kremsmünster, verstarb unerwartet am 11. Juni im 84. Lebensjahr.

Geboren wurde er als Georg (Jörg) Dückelmann am 14. November 1942 in Tragwein. Von 1952 bis 1960 besuchte er das Stiftsgymnasium Kremsmünster und nahm nach der Matura das Studium der Medizin an der Universität Wien auf, doch sein Berufswunsch änderte sich.
1964 trat er in das Stift Kremsmünster ein und legte als Bruder Albert am 1. November 1965 die Einfache Profess sowie am 18. August 1968 die Ewige Profess ab. Das Philosophie- und Theologiestudium absolvierte er von 1965 bis 1969 in Kremsmünster und Salzburg. Am 6. Juli 1969 empfing er die Priesterweihe und feierte am 13. Juli 1969 in Tragwein seine Primiz.
Pater Albert war von Grund auf eine dienende Person: im Kloster, in der Schule, und in der Seelsorge. Aufgrund seiner medizinischen Grundausbildung konnte er über dreißig Jahre lang als Infirmar im Kloster den kranken Mitbrüdern kompetent zur Seite stehen. Auch als Gastmeister empfing er die Gäste mit gütiger Zuvorkommenheit und Freundlichkeit. Sprichwörtlich war die mitbrüderliche Bezeichnung „LiebAlbert“.
Lehrer am Stiftsgymnasium
Über zweieinhalb Jahrzehnte wirkte Pater Albert als Lehrer am Stiftsgymnasium im Fach Chemie (1970 bis 1996) und als Erzieher im Internat (1969 bis 1994) für die Schüler. Als gütiger Pädagoge, der nicht streng sein konnte, vermittelte er vor allem die Liebe Gottes.
Von 1993 bis 1999 und ab 2014 wirkte Pater Albert Dückelmann als Rektor der Oblaten, in deren Gemeinschaft er sich immer wohlfühlte. Für sie und viele andere Menschen war er ein gesuchter Beichtvater, wovon auch ungezählte Briefkontakte zeugen.
Verbunden mit Ried/Traunkreis
Mit knapp sechzig Jahren übernahm er 2001 die Aufgabe eines Pfarrprovisors in Ried im Traunkreis. Seelsorger von Herzen, war es für ihn eine Freude, für seine Gemeinde da zu sein. Es gab niemanden, mit dem er nicht gut auskam. Rosa Wolkerstorfer, über sechzig Jahre Pfarrhaushälterin in Ried, unterstützte ihn in der Pfarre tatkräftig. In seiner Zeit wurde unter anderem das Pfarrheim renoviert und der Glockenstuhl der Kirche mit Turmhelm und Turmkreuz generalsaniert. Bis zuletzt wusste sich Pater Albert den Menschen in Ried verbunden.
Nach der Rückkehr ins Kloster im vergangenen Jahr ließen seine Kräfte in den letzten Monaten nach, schon länger plagten ihn Herzprobleme. Sein Tod durch starke innere Blutungen nach einem Riss der Aorta am Vorabend des Herz-Jesu-Festes kam dennoch völlig überraschend.


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