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"Kirchdorf ist für mich wie eine zweite Heimat": Warum eine Münchnerin der Bezirkshauptstadt ein Buch gewidmet hat

Maya Lauren Matschek, 08.10.2026 11:30

KIRCHDORF/GEMERING. Birgit Müller lebt im deutschen Germering (München, DE), doch Kirchdorf begleitet sie seit ihrer Kindheit. Hier verbrachte sie ihre Ferien, ging mit ihrem Onkel wandern und sammelte Erinnerungen, die bis heute geblieben sind. Auch jetzt noch besucht sie die Bezirkshauptstadt regelmäßig und hat ihr kürzlich ein eigenes Buch gewidmet. 

Birgit Müller verbrachte einen großen Teil ihrer Kindheit in Kirchdorf und besucht die Stadt auch heute noch regelmäßig. (Foto: Foto Villa, Germering)

„Kirchdorf ist für mich eine 'zweite Heimat'“, sagt die Autorin.  Ihr Buch heißt „Kirchdorf an der Krems entdecken – Streifzüge zwischen Historie, Kultur und Wanderwegen“. Darin stellt Müller bekannte und weniger bekannte Orte, Geschichten und Wege vor. Es richtet sich vor allem an Gäste und neu Zugezogene.

Hinter dem Buch steht aber auch eine persönliche Verbindung zu einer Stadt, in die sie seit vielen Jahren immer wieder zurückkehrt.

Mit der Familie fing alles an

Dass Kirchdorf für Müller zu einem vertrauten Ort wurde, hat mit ihrer Familie zu tun. Eine Schwester ihrer Mutter heiratete einen Kirchdorfer. So entstand die Verbindung zur österreichischen Verwandtschaft. Schon als kleines Kind kam Müller mit ihren Eltern nach Kirchdorf.

Während ihrer Schulzeit verbrachte sie oft die Ferien hier. Später wurden daraus meist verlängerte Wochenenden. Ihr Onkel nahm sie auf seine Wanderungen mit und zeigte ihr die Umgebung. So lernte sie nicht nur die Stadt, sondern auch die Wege und Ausflugsziele rundherum kennen.

„Dieser Ort ist etwas ganz Besonderes für mich und ich habe viele schöne Erinnerungen an unzählige Erlebnisse in Kirchdorf und Umgebung“, erzählt Müller.

Die Verbindung ist geblieben

Ihre Tante und ihr Onkel sind seit mehreren Jahren verstorben. Die familiäre Verbindung besteht dennoch weiter: Ein Cousin lebt in Kirchdorf, eine Cousine mit ihrer Familie in Micheldorf. „Wir haben einen guten Kontakt und ich versuche, wenigstens zweimal im Jahr nach Kirchdorf zu kommen. Im Zeitalter der digitalen Medien verfolge ich mit großem Interesse die Entwicklung der Stadt und finde es super, was inzwischen an kulturellen Events und musikalischen Veranstaltungen organisiert wird; auch die Gastronomie ist hervorragend!“, sagt die Münchnerin im Tips-Interview.

Zur Burg Altpernstein zieht es sie immer wieder

Auf die Frage, welcher Ort sie besonders überrascht habe, erzählt Müller lieber von jenen Plätzen, die ihr längst vertraut sind und die sie immer wieder aufsucht.

„Die Burg Altpernstein ist so ein absoluter Sehnsuchtsort von mir, einfach ein Muss während meines Aufenthaltes“, sagt sie. Auch die Wanderung zur Gradn Alm fasziniert sie jedes Mal aufs Neue. Zu ihren weiteren Unternehmungen zählen Wanderungen zu Silvester auf den Hirschwaldstein oder zum Lugerbauer.

In Kirchdorf selbst haben es ihr der Stadtpark, die Kirchengasse und die Kalvarienbergstraße angetan. Obwohl sie die Gegend seit ihrer Kindheit kennt, möchte sie noch vieles entdecken. Manchmal fehlt dafür die Zeit, manchmal das passende Wetter. „Ich hatte schon viele Kirchdorf-Urlaube mit permanentem Regen“, erzählt sie.

Menschen prägen ihre Erinnerungen

Zu Müllers zweiter Heimat gehören nicht nur Straßen, Plätze und Wanderwege. Besonders lebendig sind die Erinnerungen an die Menschen, denen sie hier begegnet ist.

Sie denkt an ihre Tante und ihren Onkel, an deren Vermieter Leopold und Cilli Daxecker, an den Bäcker Weidinger und die Bademeisterfamilie Pimperl. Auch Frau Hemelik aus der Kirchengasse und Frau Eschinger aus Micheldorf sind ihr im Gedächtnis geblieben. Manche dieser Menschen sind inzwischen weggezogen oder verstorben.

Aus ihrer Jugend erinnert sie sich an „Teenager-Parties“ im Pfarrsaal und Diskothekenbesuche beim Straubinger. Auch die damaligen Freunde ihrer etwa gleichaltrigen Verwandten hat sie nicht vergessen. Der Kontakt ist zwar abgerissen, die Erinnerung geblieben. „Jeder hat jetzt sein eigenes Leben; aber an die Namen und Personen kann ich mich natürlich erinnern.“

Buch für Gäste und neue Nachbarn

Mit ihrem Buch stellt Müller Kirchdorf nun auch Menschen vor, die die Stadt erst kennenlernen möchten. Bekannte und weniger bekannte Orte, Geschichten sowie Wanderwege sollen ihnen dabei helfen, Kirchdorf zu entdecken.

„Kirchdorf an der Krems entdecken – Streifzüge zwischen Historie, Kultur und Wanderwegen“ ist im Infoladen Service-Buchhandlung (Simon-Redtenbacher-Platz 5) in Kirchdorf erhältlich.


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