Leserbrief zur ORF-Nominierung von Hinterstoder – Belastungsgrenzen unserer Natur
HINTERSTODER. Die Nominierung der Hutter Böden für „9 Plätze – 9 Schätze“ im Österreichischen Rundfunk (ORF) sehen Friederike und Helmut Eizenberger aus Steyr kritisch. In ihrem Leserbrief warnen sie vor einer Überlastung der Natur und fordern eine Debatte über die Grenzen des Tourismus.

„Die Bewerbung der Hutterer Böden im ORF_Format „9 Plätze — Schätze“ wird von Tourismusmanagern als Erfolg gefeiert. Doch für viele Menschen in der Region schrillen die Alarmglocken. Wir müssen den Tatsachen ins Auge sehen: Natur ist in unserer Wirtschaftspolitik zum reinen Konsumgut und zur Kulisse für Massen-Selfies verkommen.
Was nach solchen medialen Hypes droht, hat das Schicksal des Schiederweihers nach 2018 eindrucksvoll gezeigt. Dieser künstlich angefeuerte Massentourismus erzeugt einen enormen Verdrängungseffekt. Die Besucherströme weichen zunehmend in die letzten, noch unberührten Nachbarregionen und sensiblen Naherholungsgebiete aus, die für diesen Druck gar nicht ausgelegt sind.
Wenn wir unsere letzten Ruheoasen für kurzfristige Betten- und Besucherrekorde opfern, verlieren die Einheimischen ihre Lebensqualität. Eine liberale Demokratie muss endlich auch den leisen, sanften Stimmen des Naturschutzes Gehör schenken, bevor die Überlastung überall perfekt ist. Wir brauchen eine ehrliche Debatte über die Belastungsgrenzen unserer Heimat — anstatt noch mehr Benzin in das Feuer des Overtourismus zu gießen.“
Leserbrief von Friederike und Helmut Eizenberger, Steyr








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