Konsumenten unterstützen mit Kauf regionaler Lebensmittel die Bauern
BEZIRK. 2015 war ein schwieriges Bauernjahr. Die europaweite Marktkrise ließ vor allem die Milch- und Schweinepreise stark sinken. Die Angst und Verunsicherung der Bauern ist groß. Doch die Konsumenten haben es in der Hand: Mit dem Kauf regionaler Lebensmittel sichern sie die regionale Landwirtschaft.

„Viele Bauern im Bezirk wissen nicht mehr weiter. Sie investieren viel weniger, weil sie Zukunftsängste haben“, berichtet Bauernbundbezirksobmann Franz Karlhuber. Gerade in solchen Zeiten sei es wichtig, die Konsumenten zu informieren, denn sie haben es in der Hand.
Sympathiekundgebung
Die Wertschätzung für österreichische Produkte bleibt derzeit im Vermarktungsprozess auf der Strecke. Mit der Bauernbund-Sympathiekundgebung „Genuss von dahoam bringt“s“ am Samstag, 23. Jänner, in ganz Oberösterreich soll erreicht werden, dass regionale Lebensmittel durch den Handel über entsprechende Platzierung und Bewerbung gefördert werden. „Wir wollen die Konsumenten sensibilisieren, dass sie bei den Märkten etwas einfordern können“, so Bezirksbäuerin Sonja Kiniger. „Die Leute sind bereit, dass sie etwas Heimisches kaufen“, ist ihre Stellvertreterin Erika Glinsner überzeugt, die jedoch noch Aufklärungsarbeit sieht, „nur weil eine Österreich-Fahne auf der Verpackung ist, heißt das noch lange nicht, dass das Produkt auch aus Österreich kommt.“ Bauernbundbezirksobmann Franz Karlhuber sagt: „Wir fordern deshalb eine klare Kennzeichnung auf Verarbeitungsware, damit wir nicht mehr austauschbar sind.“
Landschaftspflege
„Mit dem Kauf regionaler Lebensmittel fördert der Konsument die Bauern der Region. Damit ist die schön gepflegte Landschaft, die Artenvielfalt und somit die Umwelt und Heimat gesichert“, sagt Johann Feßl, Obmann des OÖ Almvereines und Edlbacher Bürgermeister. Die Kulturlandschaft der Region ergibt sich aus der Vielfalt der gepflegten Landschaft und der klein strukturierten Landwirtschaft. „Dem Konsumenten muss bewusst sein, wenn er die klein strukturierte Landwirtschaft in Österreich erhalten will, dann muss er österreichische Produkte kaufen“, betont Jungbauern-Bezirksobmann Stefan Lindinger.
Ein weiteres Ziel ist es, auch Wirtshäuser und Hotels im Bezirk Kirchdorf darauf aufmerksam zu machen, nicht nur billig einzukaufen, sondern regional.


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