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KIRCHDORF AN DER KREMS. In den vergangenen Wochen führte das BRG/BORG Kirchdorf in Kooperation mit der Bezirkspolizeidirektion Kirchdorf das Suchtpräventionsprojekt „Click&Check“ durch. Bezirksinspektor Gerald Greimel und die beiden Inspektorinnen Anita Kerbl und Isabella Straßmayr gestalteten dazu in den fünf dritten Klassen des Gymnasiums jeweils vier Vormittags-Workshops zu den Gefahren neuer Medien.

  1 / 2   Bezirksinspektor Gerald Greimel gemeinsam mit den Schülern der 3D-KLasse des BRG Kirchdorf im Rahmen eines erfolgreichen Workshops zum Thema Gewalt und Zivilcourage. Foto: BRG/BORG Kirchdorf

Insgesamt mehr als 100 Dreizehnjährige machten in den Einheiten begeistert mit und lernten dabei beispielsweise, verschiedene Dimensionen von Gewalt richtig einzuschätzen und zu bewerten. Vor allem das sofortige Erkennen von Gewalt sowie der enorme gesellschaftliche Wert von Zivilcourage spielte eine zentrale Rolle bei den praktischen Übungen in den Workshops.

Mit aktuellen Videofilmen und anschließenden Diskussionen versuchten die Polizeibeamten das Bewusstsein für das eigene Tun oder Nicht-Tun der Jugendlichen zu schärfen und praktische Gesetzesinformation altersgemäß zu vermitteln.

Großes Eltern-Interesse

Bei einem Elternabend im Vorfeld der Wortshops, der auf großes Interesse stieß, konnten sich die Eltern bei den erfahrenen MitarbeiterInnen des Suchtpräventionsteams nach möglichen Warnsignalen und Verhaltensauffälligkeiten erkundigen, die ihnen Hinweise auf ein mögliches Fehlverhalten ihrer Kinder liefern könnten. Ein wichtiger Tipp der Experten: Wenn Kinder merken, dass jemand in der Klasse zum Beispiel über WhatsApp gemobbt wird, sollten sie Screenshots machen und sich ihren Eltern oder dem Klassenvorstand mitteilen, damit diese helfend eingreifen können. Falls Eltern bei ihrem Kind Wesensveränderungen bemerken, sollten sie sensibel sein und besonders genau hinschauen.

Wichtig ist ein intaktes soziales Umfeld

Je sozialer das Umfeld ist, in dem Kinder aufwachsen, und Werte und Normen gelebt und unterrichtet werden, desto geringer ist das Risiko, ausgegrenzt zu werden oder jemanden auszugrenzen. Für Bezirksinspektor Greimel ist der wichtigste Faktor der Prävention, dass Kinder nicht stundenlang vor irgendwelchen Bildschirmen geparkt werden. Wenn Kinder mehrere Stunden vor Bildschirmen sitzen, fehlt diese Zeit, um mit der Familie Beziehung zu leben. Mangelnde Beziehung bedeutet, dass die Empathie-Fähigkeit der Kinder nicht ausreichend trainiert wird, wodurch ein erhöhtes Risiko für Gewalt- oder Suchtentstehung entsteht.

Wie geht“s weiter?

Die Zusammenarbeit mit dem Suchtpräventionsteam der Polizeidirektion Kirchdorf war eine große Bereicherung für den Schulalltag im BRG/BORG Kirchdorf. Besonders die praktischen Übungen in den Workshops begeisterten die Schüler.

Laut Bezirksinspektor Greimel hat die Technik in den letzten Jahren bereits viele Menschen überholt. Besonders stolz habe es ihn aber gemacht, dass die Polizei die Probleme erkannt habe und seit mehreren Jahren an Schulen im Bezirk Schülerworkshops, Elternabende und Lehrerinformation anbietet. Die Kids am BRG/BORG Kirchdorf können diese Einschätzung bestätigen. Es hat sich ausgezahlt, dieses wichtige Thema im Unterricht gemeinsam mit den erfahrenen Experten von der Polizei zu erarbeiten. Das erfolgreiche Projekt sollte nach Ansicht der Schüler unbedingt fortgesetzt werden.


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