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KREMSMÜNSTER. Am 3. Juni 2016 öffnete der Rotkreuz-Markt Kremsmünster zum ersten Mal seine Türe für Kunden, damals noch unter dem Namen Sozialmarkt „Tassilo“. So wie der Name hat sich im Markt in diesen fünf Jahren vieles verändert und weiterentwickelt.  

Ein Teil der freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von Beginn an im Rotkreuz-Markt mitwirken. (Foto: Rotes Kreuz Kirchdorf)

Im Jahr 2016 wurde der Bedarf für einen zusätzlichen Sozialmarkt im Bezirk Kirchdorf spürbar, um den Lebensmittelladen in Kirchdorf zu entlasten. Gerade Asylwerber waren in dieser Zeit auf leistbare Waren angewiesen. Zusammen mit Bürgermeister Gerhard Obernberger aus Kremsmünster (ÖVP) unternahm das Rote Kreuz die ersten Schritte. In den Monaten vor der Eröffnung suchte und fand das Rote Kreuz schlussendlich passende Räumlichkeiten und 35 freiwillige Mitarbeiter. Das ehemalige Postverteilzentrum in der Bahnhofstraße 38 in Kremsmünster wurde umgebaut, der Laden eingerichtet, Waren gesammelt und ein LKW gekauft.

Freiwillige Mitarbeiter – das wertvollstes Gut

Viele Freiwillige sind gekommen und geblieben, einige waren für eine Zeit beim Rotkreuz-Markt Kremsmünster, einige sind später dazugekommen. Im Jahr 2020 war der Rotkreuz-Markt trotz Corona an 102 Tagen geöffnet und die 39 freiwilligen Mitarbeiter leisteten insgesamt 4.567 Stunden.

Die Kunden

Anfangs zählten laut dem Roten Kreuz hauptsächlich Asylwerber aus Wartberg an der Krems, Ried im Traunkreis und Kremsmünster zu den Kunden, heute sind es vorwiegend Einheimische aus mittlerweile sechs Einzugsgemeinden.

Gemeinden als konstante Unterstützer des Marktes

Von Beginn an wurde der Rotkreuz-Markt von den Gemeinden Kremsmünster, Wartberg an der Krems und Ried im Traunkreis unterstützt. In den Folgejahren kamen schrittweise die Gemeinden Rohr, Kematen und Sattledt dazu.

Warum eigentlich ein Rotkreuz-Markt?

Der Rotkreuz-Markt dient vor allem dazu, Menschen eine Übergangshilfe auf Zeit oder als langfristige Erleichterung anbieten zu können. Eine sichere und leistbare Grundversorgung sei das Fundament für Stabilität in der Gesellschaft und der Würde jedes einzelnen Menschen, so das Rote Kreuz. Einkaufen dürfen beim Rotkreuz-Markt Kremsmünster Personen mit einer gültigen Einkaufsberechtigung oder deren Vertretungsbefugte. Grundlage ist das monatliche Haushaltseinkommen, das für eine Person 1.000 Euro und für zwei Personen 1.500 Euro pro Haushalt beträgt. Für jedes im Haushalt lebende unversorgte Kind steigt der Betrag um 250 Euro an. Antragsformulare gibt es beim Gemeindeamt oder beim Roten Kreuz in Kirchdorf und Kremsmünster oder direkt im Rotkreuz-Markt. Dem Antrag beizulegen sind der Einkommensnachweis aller im Haushalt lebenden Personen und ein Lichtbild des Antragstellers. Ihre Gemeinde überprüft und bestätigt den Antrag und gibt ihn dann im Rotkreuz-Markt ab. Ohne Vorlage der erforderlichen Dokumente ist kein Zutritt möglich. Der Rotkreuz-Markt ist jeden Dienstag und Freitag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.


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