Herzstillstand in Leonstein: Freiwillige Rotkreuz-Mitarbeiter retten Günther S. das Leben

Sophie Kepplinger Tips Redaktion Sophie Kepplinger, 28.11.2022 09:38 Uhr

GRÜNBURG. Sie helfen Menschen in der Not, geben Nähe und ermöglichen systemrelevante Angebote, die es sonst nicht gäbe. Das, was Freiwillige täglich leisten, ist nicht selbstverständlich. Dass ihr Engagement im Ernstfall auch Leben rettet, zeigt die Geschichte von Jürgen Farthofer und Lisa Pointner aus dem Bezirk Kirchdorf zum Welttag der Freiwilligkeit am 5. Dezember.

Ein akuter Notfall in der Nacht, ein Arbeitsunfall am Nachmittag oder ein Spitalstransport in den frühen Morgenstunden. Egal zu welcher Tageszeit – Jürgen Farthofer und Lisa Pointner sind zur Stelle, wenn Menschen Hilfe brauchen. So auch an einem Herbsttag, als die freiwilligen Rettungssanitäter Dienst an der Ortsstelle Grünburg machten. Am frühen Nachmittag schlug der Einsatzpager an: Herzstillstand in Leonstein. Sofort schnappten sich der Verkaufsangestellte und seine Kollegin ihre Roten Jacken und starteten das Rettungsauto.

„Dass ihr immer zur Stelle seid und professionell Hilfe leistet, ist nicht selbstverständlich“

„Als wir am Einsatzort ankamen, lag ein älterer Herr am Boden. Er zeigte keine Lebenszeichen und atmete nicht mehr. Die Menschen und Angehörigen vor Ort leisteten bereits Erste Hilfe – sie waren ein entscheidendes Glied in der funktionierenden Rettungskette“, schildern beide die ersten Momente des Eintreffens. Sie übernahmen und holten den Mann – gemeinsam mit dem ebenfalls alarmierten Rettungshubschrauber-Team sowie einer Notärztin – ins Leben zurück. Das Zusammenspiel aller Beteiligten war vorbildlich. Schon nach einem Tag erwachte Günther S. im Krankenhaus Wels aus dem Tiefschlaf und wurde nach Steyr überstellt. Nach kurzer Zeit konnte er das Spital wieder verlassen. „Dass ihr immer zur Stelle seid und damit viele Leben rettet, ist nicht selbstverständlich“, bedanken sich der Gerettete und seine Familie stellvertretend bei Farthofer, Pointner und allen freiwilligen Rotkreuz-Mitarbeitern. „Ich habe überlebt, weil die Rettungskette perfekt funktionierte und professionelle Hilfe rasch vor Ort war.“

OÖ. Rettungswesen sichert ein engmaschiges Netzwerk der Hilfe

Statistisch gesehen verlässt jede Minute ein Rettungsfahrzeug eine der 87 Rotkreuz-Dienststellen in Oberösterreich. Der flächendeckende, integrierte Rettungsdienst garantiert, dass kompetente Helfer rasch beim Patienten sind. Das abgestufte System, beginnend bei Notärzten und niedergelassenen Ärzten bis hin zu beruflichen und freiwilligen Rettungssanitätern ist entscheidend. Das Bild der Hilfe wandelt sich mit den Anforderungen der Gesellschaft - das OÖ. Rote Kreuz baut darauf auf und entwickelt sich ständig weiter.

Freiwilliges Engagement

Klimaerwärmung, bewaffnete Konflikte, Teuerungswellen und die steigende Armut fordern uns heraus. „Dank des unermüdlichen Engagements Freiwilliger, können wir Krisen bestmöglich bewältigen“, sagt OÖ. Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger. Er leitet den neu gegründeten Freiwilligenrat für die kommenden zwei Jahre. Dieser besteht aus Vertretern systemrelevanter Freiwilligenorganisationen: Ziel ist, die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement laufend zu verbessern und zukunftsfit zu gestalten.

Vier von zehn Oberösterreichern engagieren sich freiwillig – rund 22.000 davon im OÖ. Roten Kreuz

„Um flächendeckende Hilfe sicherzustellen, braucht es ein Umdenken“, so Aichinger. „Unsere Entscheidungsträger sind angehalten, Stellenwert und Anerkennung für freiwilliges Engagement weiter zu stärken. Die Politik ist gefordert, Freiräume zu schaffen, in denen sich unsere Zivilgesellschaft weiter entfalten kann.“

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