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KIRCHDORF AN DER KREMS. Die sogenannte Hyperlipidämie (Blutfettwert-Erhöhung) ist eine der Hauptursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wie die Werte zu bestimmen sind und wie sie niedrig gehalten werden, weiß Raphael Sieghartsleitner, Assistenzarzt der Inneren Medizin des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums (PEK) in Kirchdorf.

  1 / 2   Fettreiche und gezuckerte Lebensmittel können zu Problemen mit dem Fettstoffwechsel führen. (Foto: beats_ / stock.adobe.com)

Wer viel fettreiche und gezuckerte Kost zu sich nimmt, vor allem kombiniert mit ungünstigen Genen, wird früher oder später ein Problem mit dem sogenannten Fettstoffwechsel bekommen. Das Übermaß an zugeführten Fetten kann im Blut nicht mehr verarbeitet und aufgelöst werden, wodurch sich Artherosklerose bilden kann. Die Bestandteile des Fettes lagern sich in Arterien (Gefäße) ab und es kommt zu Verengungen.

Problematisch an der Hyperlipidämie ist, dass man viele Jahre mit ihr leben kann, ohne auch nur das geringste zu merken. Dieser Zustand kann schwere Erkrankungen nach sich ziehen: wie etwa Schlaganfall, Herzinfarkt oder Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse). Auch Organe werden durch resultierende Durchblutungsstörungen in Mitleidenschaft gezogen und nachhaltig geschädigt. „Die Hyperlipidämie verläuft symptomlos bis bereits irreparable Schäden angerichtet sind – zum Beispiel im Auftreten eines Herzinfarktes“, sagt Raphael Sieghartsleitner, Assistenzarzt der Inneren Medizin im PEK Kirchdorf sowie Kurienmitglied der angestellten Ärzte in der Ärztekammer für Oberösterreich.

Blutfette kontrollieren lassen

Daher sollte man zumindest einmalig, besser regelmäßig seine Blutfette kontrollieren lassen. Dies geschieht am besten im Zuge einer Gesundenuntersuchung beim Hausarzt beziehungsweise einer Laboruntersuchung beim Facharzt für Innere Medizin. Wenn die Werte zu hoch sind, werden weitere Therapiemaßnahmen ergriffen, damit es nicht zu schwerwiegenden Erkrankungen kommt. Bei wem die Werte gut oder gerade noch gut sind, der sollte auf jeden Fall mit Bewegung und ausgewogener, fettarmer, zuckerreduzierter Ernährung vorbeugend agieren. „Denn im Idealfall bekämpft man hohe Blutfettwerte nicht, sondern hält sie sich vom Leib“, sagt Sieghartsleitner.

Gesünder leben, gesünder altern

„Beachten Sie auch, dass mit zunehmendem Alter die Möglichkeit einer Fettstoffwechselerkrankung steigt. Ab dem 30. Lebensjahr nimmt das Risiko für eine Fettstoffwechsel Erkrankung kontinuierlich zu. Hieraus resultiert verzögert ein ab dem 45. Lebensjahr erhöhtes Risiko für schwere Erkrankungen wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Daher sollten alle Frauen und Männer auch bereits im jungen Erwachsenenalter regelmäßig die Blutfettwerte kontrollieren lassen und auf einen gesunden Lebensstil achten. Bereits früh bei den Blutfetten einzugreifen, ist die beste Vorsorge für ein gesundes Altern“, weiß Raphael Sieghartsleitner.


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