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525 Patienten nach Wintersportunfällen im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum behandelt

Susanne Winter, MA, 28.02.2024 16:25

KIRCHDORF AN DER KREMS/STEYR. In der heurigen Wintersaison sind deutlich mehr Schi- und Snowboardunfälle passiert als in der vergangenen Saison. Für 525 Wintersportler endete das Schnee-Vergnügen im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf oder Steyr.

Für viele Schifahrer endete der Schitag im Gipszimmer (Foto: OÖG)
  1 / 2   Für viele Schifahrer endete der Schitag im Gipszimmer (Foto: OÖG)

Die Unfallambulanzen des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums hatten wegen ihrer Nähe zu heimischen Schigebieten alle Hände voll zu tun. An den Klinikstandorten in Kirchdorf und Steyr mussten seit Beginn der Wintersaison bereits 525 Patienten nach Wintersportunfällen behandelt werden. Im Jahr zuvor waren im selben Zeitraum 424 Verletzte zu versorgen.

Besonders häufig ist die Altersgruppe zwischen 10 und 19 Jahren betroffen. An Wochenenden ereignen sich die meisten Schiunfälle, die im Spital versorgt werden müssen.

Jeder achte kommt mit dem Hubschrauber ins Klinikum

Auch in einer Auswertung des Schigebietes Höss in Hinterstoder zeichnet sich im aktuellen Winter ein deutlich gestiegenes Unfallgeschehen auf den Pisten ab. Die bei weitem meisten Verletzten sind Österreicher (74 Prozent), danach folgen weit abgeschlagen Gäste aus Deutschland (10 Prozent) und Tschechien (4 Prozent). Dabei kam es zehnmal häufiger zu Verletzungen bei Schifahrern (90 Prozent) als bei Snowboardern (8 Prozent). Frauen und Männer verletzten sich gleich oft.

So gut wie alle (92 Prozent) verletzen sich bei selbst verursachten Stürzen. Nur bei 8 Prozent der Unfälle wird Fremdverschulden nicht ausgeschlossen und die Polizei muss gerufen werden. Jeder achte Verletzte (13,3 Prozent) musste auf der Höss mit dem Hubschrauber vom Schigebiet in ein Klinikum geflogen werden.

Verletzungen zunehmend schwerer

Schwere Knieverletzungen, Unterschenkelbrüche und Schulterverletzungen sind typische Verletzungsmuster, welche die Ärzte in den Ambulanzen sehen. Tendenziell nimmt die Schwere der Verletzungen zu. Waren es früher oftmals „nur“ Bänderrisse, sind immer häufiger Knochenbrüche und Wirbelsäulenverletzungen zu behandeln. „Heuer gab es vermehrt Verletzungen im Stammbereich. Es gab zum Beispiel Wirbelsäulen- und Beckenbrüche, die meist deutlich schwerer als Beinverletzungen und mitunter auch lebensbedrohlich sein können. Auch hatten wir mehrmals Verletzungen der inneren Organe, wie Milzrupturen, die operativ dringlich versorgt werden müssen“, erklärt Harald Stöcher, Leiter der Abteilungen für Unfallchirurgie im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf und Steyr.


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