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Neueste Erkenntnisse zum Thema Schmerz beim Medizinischen Forum Pyhrn-Eisenwurzen vorgestellt

Susanne Winter, MA, 07.10.2024 08:16

KIRCHDORF AN DER KREMS. Unter dem Titel „No brain, no pain“ lud das Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf zum 8. Medizinischen Forum ein. Die Veranstaltungsreihe beschäftige sich dieses Jahr mit dem Thema Schmerz in all seinen Facetten. Das interessierte Fachpublikum aus 150 Fachärzten, angehenden Allgemeinmedizinern, Pflegepersonal, Studierenden und weiteren Fachkräften erfuhren Wissenswertes über die neuesten medizinischen Erkenntnisse der Schmerzforschung und -therapie.

V.l.: Thomas Mark, Silvia Dobler und Nenad Mitrovic (Foto: Dominik Derflinger / OÖG)
  1 / 2   V.l.: Thomas Mark, Silvia Dobler und Nenad Mitrovic (Foto: Dominik Derflinger / OÖG)

Gesundheitsreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) eröffnete gemeinsam mit Franz Harnoncourt, Vorsitzender der Geschäftsführung der OÖ Gesundheitsholding sowie Michael Hubich, Ärztlicher Direktor Pyhrn Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf Steyr, das 8. Medizinische Forum Pyhrn Eisenwurzen.

Vier ausgewiesene ExpertInnen aus dem In- und Ausland präsentierten ihre neuesten Erkenntnisse. Den Anfang machte der Philosoph Christoph Schamberger, der das komplexe Verhältnis von Glück und gutem Leben beleuchtete. Schmerz, so sein Fazit, muss einem guten Leben nicht im Wege stehen. Waltraud Stromer forderte ein Umdenken in der Schmerztherapie und schlug neue Medikationen vor. Nenad Mitrovic führte innovative Behandlungsmethoden für neuropathische Schmerzen vor, wie sie etwa bei Diabetes eingesetzt werden können. Schließlich zeigte Sonja Tesar auf, wie das Volksleiden Migräne effektiver behandelt werden kann. Über eine Million Österreicher dürfen auf Besserung hoffen. Schmerz gehört zwar zum Leben dazu und ist oft ein wichtiges Warnsignal, aber er kann heute ausgezeichnet behandelt werden, so der Tenor der Vorträge. Die Schmerztherapie kann die Schmerzen so weit lindern, dass wieder eine Teilnahme am sozialen Leben und ein guter Schlaf ermöglicht werden.

Die Kombination aus philosophischer Reflexion und medizinischer Expertise ermöglichte einen umfassenden Blick auf das Thema Schmerz und Migräne. Dabei wurde insbesondere der Blick auf die Patientenperspektive geschärft. Der Mensch und seine individuelle Schmerzsituation müssen im Zentrum der Behandlung stehen.

Interdisziplinärer Charakter

Das Forum hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll eine interdisziplinäre Herangehensweise an komplexe medizinische Themen ist. Die Veranstaltung hat aktuelle Erkenntnisse und Therapieansätze vorgestellt, zudem den Dialog zwischen verschiedenen Disziplinen gefördert. Gerade dieser interdisziplinäre Ansatz des Forums wurde von allen Teilnehmern als besonders bereichernd empfunden.

„Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in die tägliche Praxis zu transferieren. So wird sichergestellt, dass die medizinische Behandlung an allen Klinken Oberösterreichs auf gleich hohem Niveau ist. Genauso wichtig ist aber auch die Vernetzung und der persönliche Austausch zwischen Ärzten, Pflegefachkräften und weiteren Berufsgruppen, die hier in lockerer Atmosphäre ins gemeinsame Gespräch kommen. So möchten wir die Menschen wieder ins Zentrum des medizinischen Handelns rücken: Sowohl die Patienten als auch die Mitarbeiter“, sagt Silvia Dobler, die das Forum gemeinsam mit Thomas Mark und Nenad Mitrovic organisierte.

Wissenstransfer auf allen Ebenen

„Gesundheit ist unser wichtigstes Gut. Gesundheitsversorgung daher unser wichtigster Auftrag. Diese Veranstaltung ist ein weiterer Beweis für die exzellente Gesundheitsversorgung des Landes Oberösterreich. Diese ist durch eine stetige Weiterentwicklung und einen permanenten Wissenstransfer auf allen Ebenen gekennzeichnet“, wie es Landeshautpmann- Stellvertreterin Christine Haberlander in ihrer Begrüßung ausführte.

„Veranstaltungen wie diese zeigen die hohe fachliche Kompetenz und das große Engagement der Mitarbeiter in unseren Regionalkliniken auf. Ich freue mich zudem sehr, dass es gelungen ist mit dem Medizinischen Forum Kirchdorf eine multidisziplinäre Fortbildung für Medizin, Pflege und weitere Berufsgruppen zu veranstalten“, sagt Franz Harnoncourt, Vorsitzender in der Geschäftsführung der OÖG.

„Als Universitätslehrkrankenhaus und mit der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum kommt unserer Einrichtung ein ganz besonderer und wichtiger Auftrag zu. Wir verstehen uns als Vorreiter hinsichtlich eines stetigen Wissenstransfers auf allen Ebenen, um unseren Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten“, betont Michael Hubich, Ärztlicher Direktor des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums Kirchdorf Steyr, der sich sowohl inhaltlich wie vom Zuspruch der Besucher sehr zufrieden zeigte.

Die exzellenten Vorträge wurden durch die im Anschluss angeregten Fachgespräche noch weiter vertieft. Die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe mit einem neuen Schwerpunktthema ist für 2025 bereits geplant.


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