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MICHELDORF IN OÖ. Mit den steigenden Temperaturen wächst auch die Belastung für das Herz-Kreislauf-System. Kardiologe Jakob Ebner aus Micheldorf warnt vor den gesundheitlichen Risiken großer Sommerhitze – und gibt praxisnahe Tipps, wie man sich schützen kann.

  1 / 2   Ausreichend trinken, Schatten suchen, abkühlen und körperliche Anstrengung vermeiden – so schützt man sich vor hitzebedingten Gesundheitsrisiken. (Foto: SK Elena/stock.adobe.com)

Die nächsten Wochen bringen wieder hochsommerliche Temperaturen – für viele eine Freude, für unser Herz-Kreislauf-System jedoch eine ernsthafte Herausforderung. Kardiologe Jakob Ebner aus Micheldorf mahnt zur Vorsicht: „Das Risiko für einen Kreislaufkollaps oder sogar einen Herzinfarkt ist bei Hitze deutlich erhöht. Besonders gefährdet sind Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch Gesunde sollten aufmerksam bleiben.“

Hohes Risiko in Städten

Während ein Sonnenstich in der Regel harmlos sei, könne ein Hitzschlag lebensbedrohlich enden. Dennoch werde das Thema in der Öffentlichkeit noch immer unterschätzt. „Die Wissenschaft hat längst gezeigt, welche Auswirkungen Hitze auf unseren Körper hat. In der breiten Bevölkerung ist das Bewusstsein dafür aber noch nicht ausreichend angekommen“, so Ebner. Besonders in Städten steigt das Risiko: Glas- und Betonflächen speichern Hitze und verhindern ein nächtliches Abkühlen. Wer sich schützen will, sollte einige Grundregeln beachten. Allen voran: viel trinken. „An heißen Tagen ist ausreichende Flüssigkeitszufuhr noch wichtiger als sonst“, betont der Kardiologe.

Körperliche Anstrengung möglichst vermeiden

Körperliche Anstrengung sollte möglichst vermieden oder in die frühen Morgenstunden verlegt werden. „Ich selbst trainiere im Sommer bevorzugt morgens oder in der Nähe von Fließgewässern, wo die Temperaturen etwas angenehmer sind“, sagt Ebner. Schattenplätze sind zu bevorzugen, Kopfbedeckungen bieten zusätzlichen Schutz.

Medikamente und Hitze

Ein besonderer Hinweis gilt Personen, die regelmäßig Blutdruck- oder Herzmedikamente einnehmen: „In solchen Fällen ist es wichtig, Dosierungen und die optimale Flüssigkeitszufuhr mit dem Arzt abzusprechen.“


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