Bezirk Kirchdorf setzt bei der Pflege auf Betreuung zuhause
BEZIRK KIRCHDORF. Im Bezirk Kirchdorf setzt eine große Mehrheit der Betroffenen auf eine Betreuungsform in den eigenen vier Wänden. Die Pflegestrategie 2040 des Landes Oberösterreich soll diesen Weg mit wohnortnahen und bedarfsgerechten Angeboten weiter stärken. Alten- und Pflegeheime bleiben weiterhin ein wichtiger Bestandteil in der Versorgung für Menschen mit hohem Betreuungsbedarf.

Die aktuellen Zahlen aus dem Bezirk Kirchdorf zeigen die Bedeutung der bestehenden Angebote: Im Jahr 2025 wurden 847 Menschen durch mobile Dienste zuhause betreut. Rund 227 Personen nutzten den Zuschuss zur 24-Stunden-Betreuung, um weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können. In den Alten- und Pflegeheimen des Bezirks wurden 449 Menschen betreut.
„Pflege bedeutet weit mehr als Versorgung – es geht um Nähe, Würde und Lebensqualität. Unser Anspruch ist es, dass Menschen auch künftig gut begleitet werden und möglichst lange selbstbestimmt daheim leben können“, sagt OÖVP-Bezirksparteiobmann Christian Dörfel.
Versorgung sichern und Fachkräfte gewinnen
Seit 2021 wird das Sozialressort in Oberösterreich von der OÖVP geführt. Mit der Pflegestrategie 2040 und der Betreuungsarchitektur 2040 werde die Weiterentwicklung von Pflege und Betreuung langfristig vorangetrieben. Ziel sei es, die Versorgung angesichts des demografischen Wandels abzusichern, mehr Fachkräfte zu gewinnen und neue Angebote dort zu schaffen, wo sie benötigt werden.
Die Pflegestrategie 2040 umfasst zudem die Unterstützung pflegender Angehöriger, mobile und stationäre Angebote sowie die Ausbildung zusätzlicher Fachkräfte. Damit soll die Betreuung und Pflege auch künftig sichergestellt und der soziale Zusammenhalt in Oberösterreich gestärkt werden.
Betreuungsarchitektur 2040 setzt auf mobile Dienste
Die Betreuungsarchitektur 2040 setzt verstärkt auf mobile Dienste, alternative Wohnformen, digitale Unterstützungssysteme, präventive Maßnahmen sowie regionale und bedarfsgerechte Angebote. Alten- und Pflegeheime bleiben weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Versorgung für Menschen mit hohem Pflege- und Betreuungsbedarf.
Ergänzend setzt Oberösterreich auf sogenannte „Sorgende Gemeinschaften“, bei denen Gemeinden, Angehörige, Ehrenamtliche und professionelle Dienste gemeinsam dazu beitragen sollen, älteren Menschen ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben im vertrauten Umfeld zu ermöglichen.


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