Ferienaufenthalt in Windischgarsten schafft Erholung und Entlastung
WINDISCHGARSTEN. Eine kleine Gruppe der Lebenshilfe Werkstätte Ried im Innkreis verbringt aktuell und noch bis 3. September insgesamt vier Urlaubstage in Windischgarsten. Das Angebot richtet sich an Menschen mit Behinderung, die im Alltag einen höheren Unterstützungsbedarf haben. Sozial-Landesrat Christian Dörfel (ÖVP) besuchte die Gruppe vor Ort.

Fünf Beschäftigte werden während des Aufenthalts von vier Betreuern und einer freiwilligen Unterstützung begleitet. Die bewusst kleine Gruppengröße soll eine enge und individuell abgestimmte Begleitung ermöglichen. Einige Teilnehmende kommunizieren nonverbal, andere sind auf einen Rollstuhl angewiesen.
Im Mittelpunkt steht daher kein dichtes Ausflugsprogramm. Der Tagesablauf wird flexibel nach der jeweiligen Verfassung und den persönlichen Bedürfnissen der Teilnehmenden gestaltet. Ziel ist es, einige Tage Abstand vom gewohnten Alltag zu gewinnen, neue Eindrücke zu sammeln und gemeinsame Zeit in ruhiger Umgebung zu verbringen.
Gumpoltsberger: „Urlaub soll für alle Menschen möglich sein“
„Erholung und neue Eindrücke sind auch für Menschen mit Behinderung von großer Bedeutung“, sagte Dörfel bei seinem Besuch. Der Ferienaufenthalt sei zugleich eine Entlastung für Angehörige, die in dieser Zeit einige Tage Unterstützung im Alltag erhalten.
Auch für Florian Gumpoltsberger, Leiter der Lebenshilfe Werkstätte Ried, steht der individuelle Zugang im Vordergrund: „Urlaub soll für alle Menschen möglich sein – auch dann, wenn dafür mehr Unterstützung notwendig ist.“ Gerade bei Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf gehe es nicht darum, möglichst viele Aktivitäten unterzubringen, sondern darum, eine gute Zeit zu verbringen und den Aufenthalt passend für die einzelnen Teilnehmer zu gestalten.
Neben dem Erholungswert für die Beschäftigten ist die Entlastung der Familien ein wesentlicher Teil des Angebots.








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