Nußbach ist die viertbeste Hallen-Faustballmannschaft Europas
NUSSBACH/TSCHECHIEN. An zwei Tagen spielten die Frauen der Union Haidlmair Schwingenschuh Nußbach gegen die Titelverteidiger vom TSV Dennach, die Schweizer Meisterinnen vom SVD Diepoldsau und die deutschen Meisterinnen vom TV Jahn Schneverdingen um die europäische Krone im Faustball. Nußbach kämpft bis zur maximalen Spielzeit von sieben Sätzen, am Ende blieb nur Blech. Trotzdem kann man sich die viertbeste Frauenmannschaft Europas nennen.

Die Nußbacher Faustballerinnen holten beim Champions Cup nach einem hart umkämpften Bronzemedaillenmatch den vierten Rang. Der EFA 2024 Fistball Women's Champions Cup startete für die Kremstalerinnen mit dem Halbfinale gegen die Titelverteidigerinnen vom TSV Dennach (Deutschland). Die Union Haidlmair Schwingenschuh Nußbach stand gleich von Beginn an vor einer ungewohnten Aufgabe, denn sie musste an diesem Tag auf ihre Kapitänin Katharina Lackinger und Coach Marco Salzberger verzichten. Dennach startete wie aus der Pistole geschossen und zwang den Nußbacherinnen ihr Spiel auf. Wachgerüttelt vom Satzverlust, bäumte sich das Team rund um Kapitänin Iris Mayr auf und sicherte sich Satz zwei. Doch die routinierten Deutschen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und gingen mit 3:1 in Satzführung. Der Abschlusssatz war an Spannung kaum zu überbieten, erst in der Verlängerung setzte sich Dennachs Erfahrung durch.
„Wir haben in dem Match richtig gut gekämpft und gezeigt, dass wir mit der europäischen Spitze absolut mithalten können. Dennach ist ein harter Gegner, gegen den man sich keine Schwächephasen erlauben kann. Leider konnten wir die Spannung nicht über die gesamte Spieldauer halten. Aber ich bin stolz auf die Mannschaftsleistung, die unser Team gezeigt hat“, analysierte Coach Haymo Valtiner das Semifinalspiel, das die Union Haidlmair Schwingenschuh Nußbach mit 1:4 verlor.
Bronzemedaillenspiel mit gutem Start, aber besserem Ende für Diepoldsau
Die Gegnerinnen für das Bronzemedaillenspiel hießen SVD Diepoldsau-Schmitter – niemand geringerer als die Schweizer Meisterinnen. Wieder mit Allrounderin und Kapitänin Katharina Lackinger und Coach Marco Salzberger, konnten die Kremstalerinnen aus dem vollen Kader der Saison schöpfen. Die Nußbacherinnen starteten wie aus der Pistole geschossen und gingen schnell mit 3:1 in Sätzen in Führung. Doch dann riss der Faden und Diepoldsau kam heran. Nachdem die Österreicherinnen lange das Spiel dominierten und alles nach einem sicheren Sieg aussah, fanden die Schweizerinnen in ihr Spiel und stellten auf Satzgleichstand. Im alles entscheidenden siebten Satz entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, mit dem besseren Ende für Diepoldsau (Endstand: 4:3).
„Wir haben richtig gut losgelegt, waren zu Beginn des Spiels voll da. Aber dann ist der Faden gerissen. Unser Spielaufbau wurde unsauberer und Diepoldsau wurde immer stärker. Am Ende ein verdienter Sieg für die Schweizerinnen“, meinte Coach Marco Salzberger.
Endstand
1. TSV Dennach (Titel zum 9. Mal gewonnen)2. TV Jahn Schneverdingen3. SVD Diepoldsau-Schmitter4. Union Haidlmair Schwingenschuh Nußbach


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