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Kremstal Running Collective wurde Vizestaatsmeister im Halbmarathon: "Die größte Bestätigung für unseren Verein"

Maya Lauren Matschek, 08.09.2026 08:00

KREMSTAL. Das Kremstal Running Collective (KRC) holte bei den österreichischen Halbmarathon-Staatsmeisterschaften im Rahmen von „Kärnten läuft“ den Vizestaatsmeistertitel in der Teamwertung. Obmann Christoph Stadler spricht über die Bedeutung des Erfolgs, die Vereinsgründung und die nächsten sportlichen Ziele.

  1 / 2   Bei der Titelverleihung konnten Christoph Stadler, Olvier Pfaffenwimmer und Stefan Gotthartsleitner nicht anders, als sich zu umarmen. (Foto: KRC)

Tips:Ihr seid seit sieben Monaten ein eigenständiger Verein und bereits Vizestaatsmeister. Was bedeutet dieser Erfolg für dich und das Team?  

Christoph Stadler: Für mich ist das eine extrem gute Bestätigung, dass die Vereinsgründung im Februar der richtige Schritt war. Bei der Vorstellung gab es nicht nur positive Stimmen, sondern auch Zweifel, ob ein eigener Verein wirklich notwendig ist. Ich war aber überzeugt, dass daraus etwas Cooles werden kann. Dass wir nach sieben Monaten von einem neuen, kaum bekannten Verein zum Vizestaatsmeister geworden sind, macht mich extrem stolz.

Tips: Wie ist das Kremstal Running Collective überhaupt entstanden?  

Das Running Collective gab es als Trainingsgruppe schon länger. Ich bin etwa 2024 dazugekommen, damals waren wir ungefähr fünf bis zehn Leute. Wir haben gemeinsam auf der Laufbahn trainiert, eigene Dressen gestaltet und ein eigenes Logo bekommen. Nach außen sind wir schon als Kremstal Running Collective aufgetreten, formal aber noch unter einem anderen Verein gestartet.

Tips: Warum wurde daraus schließlich ein eigener Verein?  

Stadler: Für Landes- und Staatsmeisterschaften muss man für einen Verein starten. Unser Ziel war immer, bei solchen Meisterschaften im Team gute Ergebnisse zu erreichen. Das verursacht aber Kosten – etwa für Lizenzen, Startgelder und Verbandsabgaben. Im bisherigen Verein gab es unterschiedliche Vorstellungen darüber, ob das für eine kleine leistungsorientierte Gruppe getragen werden soll. Wir haben letztlich keine gemeinsame Lösung gefunden und uns deshalb selbstständig gemacht. Als eigener Verein ist der Teamgedanke noch einmal viel stärker.

Tips:Wie ist der Halbmarathon in Kärnten für dich persönlich gelaufen?  

Stadler: Mit meiner Zeit von 1:11:02 Stunden bin ich absolut zufrieden. Ich wollte ungefähr einen Schnitt von 3:21 Minuten pro Kilometer laufen, das ist mir gelungen. Die Platzierung war für mich aber die größere Überraschung: Mit meinem Team bei einer Staatsmeisterschaft zweiter zu sein, damit habe ich nicht gerechnet.

Tips: Was war an diesem Rennen besonders schwierig?  

Stadler: Es war mit etwa 25 bis 26 Grad sehr warm und die Strecke entlang des Wörthersees war nicht einfach. Es gab viele Unterführungen und Steigungen. Am Ende waren wir eine Gruppe von rund 20 Läufern. Dass ich daraus Zweiter geworden bin und erst im Zielsprint knapp gegen Philip Obermüller verloren habe, war schon etwas Besonderes. Mit einem der besten Läufer Österreichs bis zum Schluss mitzulaufen, war fast surreal.

Tips:Gab es in der Vorbereitung auch Rückschläge?  

Stadler: Ja. Bei einem Halbmarathon in Ebensee musste ich bei Kilometer acht aussteigen. Das war ein richtiger Tiefschlag und man beginnt dann natürlich, das Training zu hinterfragen. Ich habe aber weiter an meinem Plan festgehalten. Für einen Halbmarathon braucht es eine gute Grundlage, hohe Schwellenbelastungen und die Fähigkeit, ein hohes Tempo über längere Zeit zu halten. Die Leistung in Kärnten war für mich die Bestätigung, dass dieser Weg stimmt.

Tips: Wie geht es für das KRC weiter?  

Stadler: Am 27. September laufen David Zauner, Luca Gerstmayr und Nicolas Mayr als B-Team bei den Landesmeisterschaften in Bad Ischl. Das A-Team mit Oliver Pfaffenwimmer, Stefan Gotthartsleitner und mir startet am 3. Oktober bei der 10-Kilometer-Staatsmeisterschaft im Burgenland. Nach dem Bewerb ist eben vor dem Bewerb.


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