Auch Arbeitnehmer im Bezirk Kirchdorf profitieren ab kommendem Jahr von der Lohnsteuerreform
BEZIRK KIRCHDORF. Mit 1. Jänner 2016 tritt die Lohnsteuerreform in Kraft. Der ÖGB Kirchdorf zeigt sich mit der erreichten Entlastung der Arbeitnehmer insgesamt zufrieden und gibt einige Beispiele.

„Der viel zu hohe Eingangssteuersatz konnte deutlich gesenkt (von 36,5 auf 25 Prozent) und damit die breite Masse der Durchschnittsverdiener wesentlich entlastet werden“, erklärt ÖGB-Kirchdorf-Vorsitzender Rudolf Diensthuber die zentrale Maßnahme der Steuerreform.
Auch für die Arbeitnehmer im Bezirk bleibt durch die Reform pro Jahr eine beträchtliche Summe mehr in der Tasche. Der Durchschnittsverdienst eines in der Produktion Beschäftigten liegt laut ÖGB im Bezirk bei etwa 1650 Euro netto. Ab nächstem Jahr bedeutet das für diese Beschäftigen 972 Euro mehr pro Jahr.
Der Durchschnittsverdienst von Handelsangestellten liegt, Zahlen des ÖGB zufolge, im Bezirk bei etwa 1280 Euro netto. Hier beträgt die Steuerersparnis pro Jahr 750 Euro. Und Beschäftigten in der Hotellerie, bei denen der Durchschnittsverdienst bei etwa 1100 Euro netto liegt, bleiben folglich 348 Euro mehr pro Jahr. Ein Wermutstropfen ist für Rudolf Diensthuber, dass – wie im letzten Beispiel ersichtlich – etwa 1800 Arbeitnehmer trotz Vollzeitarbeit immer noch weniger als 1500 Euro brutto verdienen. Die Steuerflucht großer Konzerne nennt Diensthuber als ein weiteres großes Problem, das man vonseiten des ÖGB als Nächstes in Angriff nehmen möchte.
In Sachen Lohnsteuerreform fordert der ÖGB Kirchdorf eine Wertanpassung alle zwei bis drei Jahre, damit die positiven Effekte nicht gleich wieder verpuffen. Diese sieht Rudolf Diensthuber auch für die Wirtschaft insgesamt: „Nicht nur die Beschäftigten haben etwas von dieser Reform, auch die Wirtschaft kann sich freuen, entsteht doch durch höhere Einkommen eine Kaufkraftsteigerung. Die Menschen investieren diese Ersparnis rasch wieder in den Konsum.“ Dem ÖGB sei es bei der Reform vor allem darum gegangen, die Reallohnverluste der Menschen aus den vergangenen Jahren einigermaßen abzufedern. Einen Lohnsteuerrechner findet man unter www.oegb.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden