Knapper Wahlausgang – viele Erwartungen
BEZIRK KIRCHDORF. Es war ein äußerst knappes Rennen um die Bundespräsidentschaft für die nächsten sechs Jahre. Tips bat Vertreter der Bezirksparteien um ihren Kommentar zur Wahl und ihre Erwartungen an Alexander Van der Bellen.

„Schon lange nicht mehr wurde eine Bundespräsidentenwahl in Österreich mit derart großem internationalen Interesse mitverfolgt“, sind sich Bezirkssprecherin Anita Kreilhuber und Fraktionsobmann Klaus Mitterhuber von den Grünen sicher.
Sie zeigen sich zuversichtlich, dass die Polarisierung in Österreich, die viele Beobachter nach dem Kopf-an-Kopf-Rennen der Kandidaten ausmachen, von Van der Bellen mit Erfahrung, Kompetenz und Dialogbereitschaft überwunden wird.
Gemeinsamkeiten
Michael Gruber, Bezirksparteiobmann der FPÖ, betont das Gemeinsame: „Die Gemeinsamkeit des Handelns wird die Menschen zusammenführen und uns große Herausforderungen annehmen lassen.“
Van der Bellen sei zur Wahl zu gratulieren. Erwartungen an den neuen Präsidenten hat Gruber ebenfalls: „Um künftig die Interessen des gesamten Landes zu vertreten, muss Van der Bellen seinen ständigen Positionswechsel aufgeben. So wie wir ein demokratisches Wahlergebnis zur Kenntnis nehmen müssen, ist auch der Bundespräsident davon nicht ausgenommen.“
Ständige Positionswechsel können die Grünen bei Van der Bellen keineswegs ausmachen: „Van der Bellen steht innenpolitisch für Kontinuität und außenpolitisch für eine zukunftsweisende Europapolitik. In beiderlei Hinsicht ist die Wahl glücklich ausgegangen“, formulieren Anita Kreilhuber und Klaus Mitterhuber.
ÖVP-Bezirksparteiobmann Christian Dörfel interpretiert das knappe Rennen so: „Der knappe Wahlausgang zeigt, dass keiner der beiden Kandidaten wirklich überzeugen konnte.“
Vom neuen Bundespräsidenten erwartet sich Dörfel eine Fortsetzung der bisherigen Amtsführung: „Der Präsident sollte Österreich im Ausland gut repräsentieren und im Inland eine moralische Instanz sein.“
Ewald Lindinger, Bezirksparteivorsitzender der SPÖ, sagt zum Wahlausgang: „Ich freue mich über die Wahl Alexander Van der Bellens. Ich glaube, dass er Österreich in den nächsten Jahren gut repräsentieren wird. Seine ruhige und ausgeglichene Art kann dazu beitragen, das politische Klima im Land wieder zu verbessern.“
Auch für Lindinger steht nun die Förderung des Gemeinsamen im Mittelpunkt: „Ich erwarte mir eine überparteiliche Amtsführung und ein Zusammenführen statt eines Spaltens.“


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