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BEZIRK KIRCHDORF.  Nach Hitze und Dürre im Sommer 2015 sorgten in diesem Jahr starke Niederschläge für eine Herausforderung in der Landwirtschaft. Die Ernte fiel trotzdem nicht schlecht aus.

Der „goldene“ September sorgte dafür, dass der Mais gut trocknen konnte. Foto: LK OÖ
Der „goldene“ September sorgte dafür, dass der Mais gut trocknen konnte. Foto: LK OÖ

Der Sommer 2016 war warm und feucht. Auffällig waren die regionalen Unterschiede in den Niederschlägen mit oftmals sehr kleinräumigem Starkregen. „Diese starken Regenfälle verursachen enorme Schäden und machen der Landwirtschaft zu schaffen“, so Bezirksbauernkammer-Obmann Franz Karlhuber, „der Landwirt ist gefordert, in einem kurzen Zeitfenster alle Arbeiten zu erledigen.“ Ein Lichtblick sei der goldene September gewesen: „Dieser war überdurchschnittlich schön und hat viel wettgemacht. Der Mais ist im Herbst gut trocken geworden. Das schöne Wetter sorgte auch für viele Besucher auf unseren Almen.“

Wenige Äpfel und Birnen

Der Kälteeinbruch im April sorgte für Frostschäden beim Obst. Insbesondere das Steinobst war massiv betroffen. Auch Kernobst ist viel abgefroren mit der Folge, dass es heuer wenige Äpfel und Birnen gibt. „Der Klimawandel ist ein Begleiter der Landwirtschaft. Man sieht anhand vom Obst, dass durch Wetterkapriolen eine Ernte schnell schlecht ausfallen kann. Trotzdem ist es unser Auftrag, die Gesellschaft mit Lebensmitteln zu versorgen, und die Gesellschaft hat den Auftrag, den Wert der Lebensmittel auch zu erkennen“, betont der Bezirksbauernkammer-Obmann. „Die Ernte war heuer zwar sehr herausfordernd, trotzdem konnte eine gute Ernte eingebracht werden“, berichtet Franz Karlhuber. Das Hauptproblem liege am Markt. „Durch die weltweit reichliche Ernte ist die Preissituation schwierig. Einerseits freut sich der Landwirt über das gut gewachsene Grünland, ist aber andererseits über den Milchpreis verärgert.“

Sojaanbau steigt

Die Landwirte sind auf der Suche nach Alternativen im Anbau. So steigt beispielsweise der Sojaanbau im Bezirk. „Soja hat einen wesentlichen Stellenwert, weil er selbst gebraucht wird und eine Alternative ist, um heimisches Eiweiß selbst zu produzieren“, erklärt Karlhuber. Neben Soja werden im Bezirk hauptsächlich Weizen, Wintergerste und Mais angebaut. Durch den hohen Tierbesatz geht der Großteil der Ernte in die Veredelung. „Das ist wichtig, denn so bleibt die Wertschöpfung hier“, weiß der BBK-Obmann.

Es zeichnet sich ein Trend zum biologischen Anbau ab. Rund 15 Prozent der Landwirte im Bezirk sind Biobauern. „Es ist zwar viel Know-how erforderlich, aber das Potenzial ist da“, so Karlhuber.


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