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Leserartikel Jakob Weiermair, 05.12.2016 18:20

KIRCHDORF. Rund 1,35 Millionen Liter Bier und 1,8 Millionen Liter alkoholfreie Getränke produzierte die Brauerei Mayr im Jahr 2002. Geschäftsführer und Inhaber Peter Mayr sah sich trotz dieser hohen Zahlen Ende 2003 veranlasst, das Geschäft schrittweise einzustellen.

Im Jahr 2003 zeichnete sich das Ende der traditionsreichen Kirchdorfer Brauerei Mayr ab. Foto: weihbold

In einem Bericht in den Oberösterreichischen Nachrichten vom 3. Dezember 2003 erklärte er: „Wir haben in den letzten fünf Jahren nur rote Zahlen geschrieben – und das trotz steigender Umsätze.“ Als Gründe für die fehlenden Gewinne nannte die Brauerei damals hohe Investitionskosten, den großen Fuhrpark und die Preisschlacht in Gastronomie und Handel.

Heute erklärt Mayr allerdings, dass vor allem das Fehlen von Fahrern für die Heimzustellung der Grund für die Schließung gewesen ist. Bei einer nüchternen Analyse des Verbrauchermarktes und des Arbeitsmarktes sei man zu dem Schluss gekommen, dass es sinnvoller wäre, den Betrieb zu schließen.

24 Mitarbeiter waren von der Unternehmensauflösung, die dann im Jänner 2004 erfolgte, betroffen. Die Brau Union gab bekannt, acht Mitarbeiter übernehmen zu wollen.

Die Diskussion um das ehemalige Brauereigebäude, das schließlich komplett renoviert wurde und in dem heute die Polytechnische Schule Kirchdorf untergebracht ist, begann schon damals. Peter Mayr behielt das Gebäude zunächst – hatte seine Familie darin doch seit 1867 Bier gebraut. Eine Brauerei hat es an dem Standort bereits seit 1666 gegeben.


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