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Jugendliche brachten das Friedenslicht ins EU-Parlament

Leserartikel Reinhard Ebner, 21.12.2016 12:35

Straßensperren, Soldaten patrouillieren durch die Gassen, Kontrollpunkte am Weg zur Innenstadt: Terrorwarnung sorgte für verschärfte Sicherheitsmaßnahmen in Straßburg. Selten noch dürfte das Friedenslicht dringender nötig gewesen sein am Standort des EU-Parlaments.

  1 / 3   Von links: Mayread McGuinness, Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Lara Penz (HTL Steyr) und EU-Abgeordneter Paul Rübig. (Fotos: Franz Reithuber)

Zur Weihnachtszeit bringt Oberösterreich den Frieden in die Welt. Melanie Walterer (12 Jahre) aus Klam (Bezirk Perg) holte das Friedenslicht im November aus der Geburtsgrotte in Bethlehem. Steyrer HTL- und HLW-Schüler trugen das Licht nun weiter nach Straßburg zum EU-Parlament. Unter den Teilnehmern fanden sich auch viele Jugendliche aus dem Bezirk Kirchdorf.

HTL-Schulleiter Franz Reithuber hatte eine starke Fraktion nach Straßburg mitgebracht. Rund 50 HTL-Schüler hatten die Reise mitgemacht. Eingeladen waren die Besten der jeweiligen Klassen sowie das Schulorchester. Dazu kamen gut 40 Schülerinnen der HLW Steyr. Im EU-Parlament wurde die Reisegruppe von Paul Rübig begrüßt.

Der mit 20 Jahren in Brüssel und Straßburg längstdienende EU-Parlamentarier aus Österreich hat selbst die HTL Steyr besucht und ist heute Alumni-Vorsitzender seiner Schule. Einen Namen gemacht hat sich Rübig mit seinem Eintreten für Klein- und Mittelbetriebe und für EU-weit einheitliche Handy-Tarife. „Vieles von dem, was ich heute in meiner politischen Tätigkeit benötige, habe ich in der HTL gelernt“, versichert der EU-Abgeordnete.

„Die EU ist ein Friedensprojekt“

Die Schüler aus Steyr und den angrenzenden Bezirken besichtigten die Stadt im französischen Elsass mit ihrem berühmten Weihnachtsmarkt und dem eindrucksvollen Liebfrauenmünster. Sie wurden im Europarat von Rudolf Dürr willkommen geheißen und sie brachten schließlich das Friedenslicht ins EU-Parlament. Übergeben wurde dieses von Lara Mercedes Penz aus Weyer (die sich durch ihre ausgezeichneten Noten dafür qualifiziert hatte) an Mayread McGuinness.

Die Vizepräsidentin (und mögliche künftige Präsidentin) des Parlaments zeigte sich gerührt über das „Licht des Friedens“: „Ich bin in Irland mitten im Bürgerkrieg aufgewachsen. Für mich ist die EU ein Friedensprojekt, denn ohne EU hätten wir vermutlich bis heute keinen Frieden in meiner Heimat.“

Paul, Paul

„Paul! Paul!“, ruft es allerorts, wenn Paul Rübig durch die Räumlichkeiten des Parlamentsgebäudes in Straßburg geht. Schnell wird klar: Den gebürtigen Welser, der in Steyr die Schule und in Linz die Universität besucht hat, kennt hier jeder. Europaweit bekannt ist er als „Mister Roaming“. Schließlich setzt sich der Parlamentarier nun schon viele Jahre erfolgreich gegen Kundennepp bei Reisen ins EU-Ausland ein.

Gegenwärtig bemüht er sich um eine Begrenzung der Großhandelspreise im Daten-Roaming, um den Wettbewerb im Telekom-Markt aufrecht und damit die Preise niedrig zu halten. „Letztlich kommt das dem Telekom-Markt insgesamt zugute“, versichert er. Wie das? „Weil sonst WLAN und WiFi die Rolle des Mobilfunk-Netzes übernehmen. Man muss nur nach Deutschland schauen: Dort sind die Tarife am höchsten, und die Nutzung ist am niedrigsten.“


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