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BEZIRK KIRCHDORF. Die Österreichischen Gemeinden haben 2016 einen Überschuss. Auch die Kirchdorfer Gemeinden bilanzierten großteils positiv.

Zwölf von 23 Gemeinden haben ein positives Budget erwirtschaftet. Symbolfoto: E. Wodicka
  1 / 2   Zwölf von 23 Gemeinden haben ein positives Budget erwirtschaftet. Symbolfoto: E. Wodicka

Die Gesamteinnahmen der österreichischen Gemeinden lagen 2016 bei 20,369 Milliarden Euro und die Ausgaben bei 20,319 Milliarden Euro. „Zum sechsten Mal in Folge haben die Gemeinden ihre Haushaltsziele erreicht und mit einem Plus von 31 Millionen Euro das Maastricht-Ziel geschafft. Das haben Bund und Länder nicht zusammengebracht“, sagt Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl. „In der laufenden Gebarung liegt der Überschuss sogar bei 1,716 Milliarden Euro, das ist der zweithöchste Wert seit dem Jahr 2000“, so Riedl.

Mehr Einnahmen als Ausgaben im Bezirk

Die Gesamteinnahmen der 23 Gemeinden im Bezirk Kirchdorf lagen 2016 bei rund 165 Millionen Euro und die Ausgaben lagen bei rund 164 Millionen Euro. Das ergibt einen Überschuss von 1,3 Millionen Euro. Die Einnahmen im Jahr 2015 beliefen sich auf rund 161 Millionen Euro, während die Ausgaben in diesem Jahr mit rund 163 Millionen höher waren. Dies ergab 2015 ein Minus von 2,1 Millionen Euro.

Unterscheidung zwischen ordentlichen und außerordentlichen Haushalt

Zehn der 23 Gemeinden hatten höhere Ausgaben als Einnahmen, während zwölf Gemeinden ein Plus erwirtschafteten. Eine Gemeinde, Ried im Traunkreis, hatte ein ausgeglichenes Budget. Die Gesamteinnahmen und -ausgaben setzen sich aus den ordentlichen Gebarungen, den außerordentlichen Gebarungen, den Finanztransaktionen und den Zu- beziehungsweise Rückführungen des ordentlichen sowie außerordentlichen Haushaltes zusammen. Der ordentliche Haushalt beinhaltet die regulären Ausgaben und Einnahmen der Gemeinde, während der außerordentliche Haushalt beispielsweise Investitionen für Projekte in der Gemeinde umfasst.

Langfristige Investitionen sind zu berücksichtigen

Diese Investitionen sind immer langfristig, da die Finanzierung der Projekte über mehrere Jahre läuft. Deshalb ist es hierbei von Bedeutung, vier bis fünf Finanzjahre einer Gemeinde im Vergleich zu betrachten. Auf Nachfrage der Tips erklärte der Buchhalter der Gemeinde Windischgarsten Christoph Gruber zum Minus im Finanzhaushalt von 2016: „Wir haben viel investiert, wo wir noch nicht den gesamten Zuschuss vom Land Oberösterreich dafür erhalten haben. Deshalb haben wir im Jahr 2016 ein schlechteres Ergebnis im Finanzhaushalt erwirtschaftet.“

Katastrophenschäden können sich auf das Budget negativ auswirken

Auch Mollns Bürgermeister Friedrich Reinisch schließt sich der Aussage über langfristige Investitionen an: „Man müsse Investitionen, also den außerordentliche Haushalt, mit Investitionen für Projekte oder Aufwendungen für Katastrophenschäden über mehrere Jahre berücksichtigen.“

Alle Zahlen sind nachzulesen auf www.gemeindefinanzen.at


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