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Tips Logo  Anzeige, 18.07.2018 09:00

OÖ. Als aktuell größte Wachstumsbremse sieht WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer den Fachkräftemangel an. Bis 2025 fehlen laut OÖ Fachkräftemonitor allein in Oberösterreich 70.000 Fachkräfte, 25.000 im technischen Bereich. Bei den Lehrlingen tut sich bis 2025 eine Lücke von 32.000 auf, davon 17.000 in technischen Berufen.

Foto: fotolia.at
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„In den nächsten fünf Jahren wollen wir insgesamt 30.000 zusätzliche Fachkräfte und jährlich 1.000 zusätzliche Lehrlinge für Oberösterreichs Betriebe entwickeln“, ist Wirtschaftsbund Landesobfrau und WKOÖ Präsidentin Doris Hummer zuversichtlich. Eine Fachausbildung sei praktisch eine Arbeitsplatzgarantie. Es müssen Akzente gesetzt werden, damit die duale Ausbildung attraktiver wird. Das Image der Lehre muss verbessert werden, denn die duale Ausbildung hält unter anderem die Arbeitskraft in der Region. Davon profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen.

Digitalisierung und Lehre

Eine umfassende Fachkräfteoffensive ist daher neben den Bereichen Digitalisierung, Innovation, Entlastung und Export ebenso Teil des großen WKOÖ-Masterplans für den Standort Oberösterreich. Digitalisierung und die Lehre stehen im Fokus. Es werden digitale Inhalte in bestehende Lehrberufe integriert. Im ersten Schritt werden 13 neue Lehrausbildungen geschaffen, zum Beispiel der eCommerce-Kaufmann bzw. -Kauffrau oder Glasverfahrenstechniker. Nur fünf Prozent der Lehrlinge sind älter als 21. Darum gibt es ab September 2018 speziell für Maturanten und Studienabbrecher die Möglichkeit, eine Lehre in der Dualen Akademie abzuschließen.

Duale Akademie

„Mit der Dualen Akademie starten wir ab September ein völlig neues Bildungsangebot und bilden Maturanten und Studienabbrecher zu Fachkräften aus“, so Hummer, „wir haben 20.000 Studierende an der JKU, von denen 10.000 – also die Hälfte – ihr Studium abbrechen. Da ist ein enormes Potential da, das wir nützen werden. Unser Ziel ist, in den nächsten fünf Jahren 5.000 zusätzliche Fachkräfte durch die Duale Akademie auszubilden.“

„Wir brauchen die besten Köpfe, weniger Bürokratie, flexiblere Arbeitszeiten und eine geringere Steuern- und Abgabenquote, um den Wirtschaftsstandort Österreich wieder nach vorne zu bringen. Jedes Unternehmen, vom Start-Up über KMU bis zum Großkonzern, soll in seiner täglichen Arbeit entlastet werden“, so Hummer.


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