Im Bezirk Kirchdorf steigt die Arbeitslosigkeit
BEZIRK KIRCHDORF AN DER KREMS. Ende September waren im Bezirk Kirchdorf 1.191 Menschen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 87 Personen oder 7,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei Frauen fiel der Anstieg erneut stärker aus als bei Männern.

Die geschätzte Arbeitslosenquote lag bei 4,5 Prozent. Im September des Vorjahres betrug sie 4,2 Prozent. Damit liegt der Bezirk unter dem oberösterreichischen Wert von 5,1 Prozent.
Frauen stärker vom Anstieg betroffen
Ende September waren 600 Frauen und 591 Männer arbeitslos gemeldet. Bei den Frauen erhöhte sich die Zahl im Jahresvergleich um 55 Personen oder 10,1 Prozent. Bei den Männern waren es 32 Personen oder 5,7 Prozent mehr. Unter den Frauen betrifft der Anstieg laut AMS vor allem jene unter 25 und ab 50 Jahren.
Über alle Altersgruppen hinweg gab es den größten Zuwachs in absoluten Zahlen bei den 40- bis 49-Jährigen. Hier waren 253 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 36 mehr als im Vorjahr. Bei den 50- bis 59-Jährigen stieg die Zahl um 30 auf 282. Bei Menschen ab 60 Jahren waren es 111 Personen, um 23 mehr als vor einem Jahr.
288 Personen nahmen eine Arbeit auf
Im September wurden 364 Personen arbeitslos. Das waren um neun mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Zugleich beendeten 503 Personen ihre Arbeitslosigkeit, um 34 weniger als vor einem Jahr. Davon nahmen 288 eine Arbeit auf.
Die unselbstständige Beschäftigung blieb zuletzt stabil. Ende August waren im Bezirk 24.891 Personen unselbstständig beschäftigt. Laut AMS entspricht das dem Niveau des Vorjahres.
749 offene Stellen gemeldet
Beim AMS Kirchdorf waren Ende September insgesamt 749 offene Stellen gemeldet. Das sind um 21 Stellen oder 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr.
Zudem standen 149 sofort verfügbare Lehrstellen zur Verfügung, um vier mehr als vor einem Jahr. Dem standen 46 sofort verfügbare Lehrstellensuchende gegenüber. Ihre Zahl sank im Jahresvergleich um zehn.
Größter Zuwachs in Kremsmünster
Die meisten arbeitslos vorgemerkten Personen gab es in Kremsmünster mit 184, gefolgt von Kirchdorf mit 163 und Micheldorf mit 149. Kremsmünster verzeichnete mit 30 zusätzlichen Arbeitslosen auch den größten Anstieg in absoluten Zahlen. In Micheldorf waren es 22 mehr, in Ried im Traunkreis 18 mehr als im Vorjahr.
In Kirchdorf sank die Zahl hingegen um elf Personen. Auch in Steinbach am Ziehberg mit minus sieben und in Spital am Pyhrn mit minus fünf gab es Rückgänge.
Förderungen vor Arbeitsbeginn klären
„Der Arbeitsmarkt bleibt in Bewegung und das Team des AMS Kirchdorf unterstützt Sie gerne bei Ihren Anliegen“, sagt Günther Schmied, Kirchdorfs AMS-Geschäftsstellenleiter. Und: „Wer eine mögliche Förderung für ein Dienstverhältnis in Anspruch nehmen möchte, muss vor dessen Beginn mit dem AMS Kontakt aufnehmen. Eine rückwirkende Antragstellung ist nicht möglich.“








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