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ÖVP im Sommergespräch: "Der 12-Stunden-Arbeitstag ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten"

Leserartikel Carina Kerbl, BSc MSSc, 02.08.2018 19:53

BEZIRK KIRCHDORF. Bezirksparteiobmann der ÖVP und Landtagsabgeordneter Christian Dörfel sprach beim Sommergespräch mit Tips über aktuelle Themen, wie den 12-Stunden-Arbeitstag, und über seine politischen Ziele.

Christian Dörfel sprach mit Tips über aktuelle Themen. Foto: A. Friedl
Christian Dörfel sprach mit Tips über aktuelle Themen. Foto: A. Friedl

Tips: Welche Themen beschäftigen die ÖVP derzeit im Bezirk?

Dörfel: Uns beschäftigen vier Themen: Die touristische Neuordnung, das Kompetenzzentrum für Werkzeugbau und Kunststoff in Kirchdorf, ein zweiter Stützpunkt im Süden des Bezirkes für den hausärztlichen Notdienst und die Schaffung von Wohnraum für junge Erwachsene. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Qualität des Lebensraumes im Bezirk einfach stimmen muss. Derzeit verzeichnet der Bezirk sogar einen Zuzug an neuen Einwohner.

Tips: Was genau kann man sich unter dem Kompetenzzentrum für Werkzeugbau und Kunststoff vorstellen?

Dörfel: Beim Kompetenzzentrum laufen derzeit die Gespräche. Gemeinsam mit den regionalen Betrieben haben wir uns die Wirtschaftskammer OÖ und den Landesschulrat als Partner ins Boot geholt. In diesem Zentrum soll die Ausbildung auf einer Lehrgangsbasis mit einem maßgeschneiderten Angebot für die Berufe der Firmen in der Region stattfinden.

Tips: Wie sieht es im Bereich Verkehr im Bezirk derzeit aus?

Dörfel:Es ist mir wichtig, dass die Almtalbahn erhalten bleibt und dass generell der öffentliche Verkehr attraktiviert wird. Im Grazer Umland und im Raum Klosterneuburg nutzt man beispielsweise nun Schulbusse auch für den öffentlichen Verkehr. Da werden wir schauen, ob man das auch für unsere Bergregion umlegen könnte.

Tips: Die Bundesregierung hat vor Kurzem die Einführung eines potentiellen 12-Stunden-Arbeitstages für Herbst 2018 beschlossen. Was halten Sie davon?

Dörfel: Viel. Ich bezweifle, dass in der Bevölkerung der Aufschrei auch so groß ist wie bei den Gewerkschaften und der Arbeiterkammer. Dieses Gesetz ist zum Beispiel für Handwerke eine Erleichterung. Damit müssen sie nicht nach zehn Stunden mit ihrer Arbeit aufhören, wenn sie nur noch kurze Zeit benötigten würden, um etwas fertigzustellen. Es ist aber die Wirtschaft gefordert, diese Regelung behutsam umzusetzen. Dann sehe ich es als große Chance und als Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Tips: Was sind Ihre politischen Ziele für den Bezirk?

Dörfel: Meine politischen Ziele für den Bezirk sind die vorher genannten Punkte und dass man den Bürgern in der Region eine möglichst hohe Lebensqualität ermöglicht. Die Leute sollen sich im Bezirk einfach wohlfühlen und jeder sollte hier die Möglichkeit haben, seine Ziele zu verwirklichen.

Tips: Haben Sie Wünsche für die Zukunft?

Dörfel: Ich habe einen Wunsch hinsichtlich der Digitalisierung. Diese braucht ein Gegengewicht, weil sie in alle Lebensbereiche der Menschen vordringt. Deshalb ist es wichtig, Vereine zu unterstützen, denn ein Freund sollte ein Mensch aus Fleisch und Blut sein und nicht lediglich ein Facebookfreund. Wir müssen die Gesellschaft stärken, damit durch das Internet keine Scheinwelt aufgebaut wird. Das Motto bei der Digitalisierung lautet daher: Chancen nutzen, Gefahren abschwächen.


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