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Kleinere Familienbetriebe sind vielfach gefordert

Susanne Winter, MA, 10.01.2019 12:06

BEZIRK KIRCHDORF. Im Bezirk Kirchdorf sind überwiegend Familienbetriebe tätig. Basis für viele regionale Leitbetriebe sind ebenfalls Unternehmerfamilien. Vor allem kleinere, traditionelle Familienbetriebe sind gefordert, um Tradition und Moderne optimal zu verbinden. 

Roman Filzmoser (Juniorchef), Doris Staudinger (Staudinger Delikatessen GmbH, Nußbach), Josef Filzmoser (Josef Filzmoser e.U, Nußbach), Bernhard Winter (2W-System, Inzersdorf) und WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller beim Betriebsbesuch anlässlich des Themas "kleine Arbeitgeberbetriebe", Foto: WKO

Die Unternehmen tragen wesentlich zur „Lebensqualität“ im Bezirk Kirchdorf bei. Arbeitgeberbetriebe nehmen dabei eine wesentliche Rolle ein. Die Anzahl der kleineren Betriebe mit Mit­arbeitern ist beachtlich. Insgesamt 747 Unternehmen beschäftigen bis zu neun Mitarbeiter. Das sind mehr als 70 Prozent aller Arbeitgeber­betriebe. „Gerade diese Unternehmer sind im Tagesgeschäft stetig gefordert. Sie müssen meist von der Kundenakquise über die Innovation bis zum Personalmanagement alles selbst machen“, unterstreicht Klaus Aitzetmüller, Obmann der Wirtschaftskammer Kirchdorf.

Von der Schmiede zum Service-Center für Rasenmäher-Roboter

Im Zuge eines Betriebsbesuches bei der Firma Josef Filzmoser e.U. in Nußbach wurden die Herausforderungen im Familienbetrieb diskutiert. Unternehmer Josef Filzmoser führt seit über 30 Jahren den Betrieb. Gattin Hedwig und Sohn Roman arbeiten voll im Unternehmen mit. Einst als „Schmiede“ gegründet beschäftigt sich der Familienbetrieb mit landwirtschaftlichen Geräten und Gartengeräten. Seit Markteinführung der „Rasenmäher-Roboter“ widmet sich das Unternehmen dem Verkauf, dem Fachservice und der Wintereinlagerung. „Es hat sich ein völlig neues Geschäftsfeld für unseren Betrieb ergeben, das für uns eine zusätzliche Auslastung bietet“, sagt Firmeninhaber Josef Filzmoser.

Arbeitsplätze geschaffen

Die 747 Kleinbetriebe bieten etwa 2.400 Arbeitsplätze. „Gerade in Zeiten, in denen Mitarbeitersuche allgemein ein großes Thema ist, müssen kleinere Arbeitgeberbetriebe ihre Vorteile noch stärker in den Fokus setzen“, sagt WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller. Das Unternehmen Josef Filzmoser e.U. beschäftigt insgesamt acht Mitarbeiter. Fast täglich gibt es mit der „Cheffamilie“ eine gemeinsame Kaffeepause. „Gelebte Partnerschaft mit den Mitarbeitern ist uns sehr wichtig. Diese gemeinsame Pause trägt zum positiven Betriebsklima bei“, sagt Josef Filzmoser.

Miteinander zwischen Mitarbeiter und Unternehmer

Durch dieses Miteinander zwischen Mitarbeiter und Unternehmer konnten notwendige Veränderungen umgesetzt werden. So wurden Betriebszeiten und Öffnungszeiten an die Kundenbedürfnisse angepasst. Am Montag ist frei, dafür wird am Samstagvormittag gearbeitet. „Für unsere Kunden ist es wichtig, dass der Schmied am Samstag da ist. Die Mitarbeiter haben diese Flexibilität mitgetragen und das ist heute selbstverständlich“, so Filzmoser.

Bezirk Kirchdorf als Arbeitgeberregion

Die WKO Kirchdorf arbeitet seit 2011 an der Positionierung als „Arbeitgeberregion“. Ein Erfolgsfaktor ist die sehr gute Mischung zwischen Klein- und Großbetrieben. „Letztendlich muss es unser Ziel sein, dass alle Unternehmen engagierte und geeignete Mitarbeiter zur Verfügung haben. Ein attraktiver Wirtschaftsstandort braucht die Vielfalt an Branchen und Unternehmensgrößen“, sagt WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller.


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