Verkehr stellt in Zukunft größte Herausforderung dar
KIRCHDORF AN DER KREMS. Bürgermeister Wolfgang Veitz spricht im Gespräch mit Tips über den Um- und Neubau des Pflichtschulzentrums, Wohnbau für junge Menschen und den Verkehr als Herausforderung für Kirchdorf.

Tips: Welche größeren Projekte sind aktuell in Kirchdorf geplant?
Wolfgang Veitz: Das wichtigste Projekt ist der Um- und Neubau unseres Pflichtschulzentrums, das wird ein Riesenprojekt. Da wurde bereits der zweistufige Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Die haben dann bis Anfang August Zeit, ein Projekt zu erstellen und im September wird dann entschieden, welches davon umgesetzt wird. Die Vorgaben dazu sind in die Ausschreibung eingearbeitet worden. Wünschenswert wäre auch eine Photovoltaikanlage zwecks Vorbildwirkung. Gleichzeitig kann man den Schülern zeigen, was eine solche Anlage umweltmäßig bringt.
Tips: Es wird viel gebaut. Wo liegen hier die Prioritäten?
Veitz: Neben den bereits bestehenden Projekten wird im Herbst im Sternpark „Junges Wohnen“ vorangetrieben. Da entstehen zunächst einmal 18 Wohnungen zwischen 30 und gut 50 Quadratmetern, die Jugendlichen zu einem annehmbaren Mietpreis zur Verfügung gestellt werden. Schrittweise sollen dann – nach Bedarf – drei Blöcke mit insgesamt 54 Wohnungen realisiert werden. Darüber hinaus sind auf einem Grundstück in der Nähe des Landeskrankenhauses sogenannte Seniorenresidenzen geplant.
Tips: Wie geht es mit der Entwicklung des Ortszentrums weiter?
Veitz: Hier arbeitet die Gemeinde eng mit dem Verein Stadtmarketing zusammen, um unser Stadtzentrum weiterhin so attraktiv zu erhalten. Gemeinsam versuchen wir, Leerstände im Geschäftsbereich so gering wie möglich zu halten. Derzeit gibt es doch ein paar Lücken, die es wieder zu schließen gilt. Erfreulich ist, dass ein kleines Café in der Passage am Redtenbacherplatz Ende Juni eröffnen wird, das auch sonntags offen hat.
Tips: Was sehen Sie als größte Herausforderung für die Zukunft?
Veitz: Das ist sicher der Verkehr. Es fahren jetzt bereits wieder mehr Autos auf der B 138 als in der Zeit vor der Autobahneröffnung. Dadurch werden unsere Nebenstraßen verstärkt als Ausweichrouten genutzt. Über eine Entlastung dieser wird intensiv nachgedacht, etwa mit einer zusätzlichen Anbindung des Stadtgebietes westlich der Bahn Richtung Norden. Aber auch die Radfahrer und die Fußgänger müssen sich im gesamten Stadtgebiet sicher bewegen können. Eine Maßnahme dazu war etwa die Errichtung eines Fußgängerüberganges beim Finanzamt Richtung Landesmusikschule und Altenheim. Auch Verbesserungen für die Radfahrer werden gerade in den zuständigen Ausschüssen diskutiert.


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