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Gruber (FPÖ): „Leerstehende Geschäftsflächen dürfen nicht zu Betonruinen werden“

Michaela Primessnig, 03.09.2019 19:00

BEZIRK KIRCHDORF. Der Landtagsabgeordnete Michael Gruber von der FPÖ fordert in der Raumordnung eine neue Regelung: Will ein Unternehmen den Standort wechseln, soll für den alten ein Nachnutzungskonzept vorgelegt werden, damit es nicht zu leerstehenden „Betonruinen“ kommen kann.

LAbg. Michael Gruber Foto: FPÖ
LAbg. Michael Gruber Foto: FPÖ

„Leerstehende Betonburgen und versiegelte Böden sind einem ansprechenden Gesamtbild unzuträglich“, so FPÖ-Bezirksparteiobmann Landtagsabgeordneter Michael Gruber in einer Aussendung. „Daher müssen bereits beim Bau Regeln vorhanden sein, die diese oft vorhersehbare Gefahr verhindern.“

Aufgrund der Versiegelung von Böden würden einerseits deren Speicherkapazitäten schwinden, was in Folge vermehrt zu Vermurungen und Überschwemmungen führen würde. Die immer größere Zahl an leerstehenden Betriebs- und Geschäftsflächen, welche durch Expansion und Standortfragen hervorgerufen werden, würde außerdem das Problem aussterbender Ortsteile mit sich bringen, ohne dass jedoch die Nachnutzung oder Renaturierung gesichert seien.

Billa könnte zum nächsten Problemfall werden

Als aktuellen Fall bringt Gruber die geplante Umsiedelung des BILLA-Marktes in Kirchdorf ins Spiel. Die Lebensmittelkette möchte in Richtung B138 abwandern. „Dadurch würde wieder eine Ruine im Stadtzentrum hinterlassen“, gibt sich Gruber kritisch. „Es ist bekannt, dass BILLA in Kirchdorf vom aktuellen Standort weg will, aber noch ist es kein Thema. Die Entscheidungen liegen jetzt beim Land“, verrät Ylli Shabani von der Bauabteilung der Stadtgemeinde Kirchdorf.

Ähnliche Fälle habe es laut FPÖ aber in der Vergangenheit schon genug gegeben. Als einen von vielen wird die alte BILLA-Filiale in Micheldorf genannt. „Es muss auf die Infrastrukturproblematik Rücksicht genommen werden. Die Raumordnung muss im Sinne des Heimatschutzes dringendst novelliert werden. Ein Bonus-/Malusfonds für Rekonstruktions- und Renaturierungsmaßnahmen kann die richtigen Anreize setzen, um dieses Problem in den Griff zu bekommen“, so Gruber.


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