Betreuungsangebot für Kinder im Bezirk Kirchdorf noch ausbaufähig
BEZIRK KIRCHDORF. Der AK-Kinderbetreuungsatlas schafft jährlich einen umfassenden Überblick über das Kinderbetreuungsangebot. Fazit für den Bezirk Kirchdorf: Hinsichtlich institutioneller Kinderbetreuung ist noch einiges zu tun. Keine einzige Gemeinde erreichte über alle Altersgruppen hinweg die bestmögliche Kategorie „1A“.

Anlässlich der 20. Auflage des Kinderbetreuungsatlas untersuchten die AK-Experten das Angebot in Oberösterreich noch genauer als bisher. Die Beantwortung aller Kriterien (Öffnungszeit, Mittagessen, Sommerbetreuung und Schließzeiten) ergab für jede Gemeinde eine von fünf möglichen Gesamt-Kategorien (von A bis E). Die aktuellen Ergebnisse und auch jene der Vorjahre kann man in der Online-Version des Kinderbetreuungsatlas einsehen. Diese wurde ebenfalls überarbeitet, präsentiert viel umfassender die kommunalen Angebote und ist unter kba.arbeiterkammer.at auch smartphone-tauglich abrufbar.
Keine 1A-Gemeinde über alle Altersgruppen hinweg
Im gesamten Bezirk Kirchdorf gibt es keine einzige 1A-Gemeinde, die über alle Altersgruppen hinweg eine Kinderbetreuung bietet, die es Eltern und Alleinerziehenden ermöglicht, einer Vollzeit-Arbeit nachzugehen. Immerhin dürfen sich acht der 23 Gemeinden (34,8 Prozent) über eine „A“-Bewertung freuen: Inzersdorf, Micheldorf, Molln, Nußbach, Pettenbach, Ried, Schlierbach und Steinbach an der Steyr. Je drei Gemeinden erhielten ein „B“ bzw. ein „C“. In den beiden niedrigsten Kategorien „D“ und „E“ befinden sich 39,1 Prozent der Gemeinden im Bezirk Kirchdorf, wobei Hinterstoder, Roßleithen, St. Pankraz und Vorderstoder mit „E“ kategorisiert wurden.
Nur drei A-Gemeinden beim Angebot für Kleinkinder
Aufgeschlüsselt nach den einzelnen Alterskategorien zeigt sich, dass es besonders Eltern mit ganz jungen Kindern nicht in allen Gemeinden leicht haben, Kinderbetreuung und Beruf zu vereinbaren. Bei den Unter-Dreijährigen erreichte keine Gemeinde im Bezirk Kirchdorf die Kriterien für die beste Kategorie „1A“: Nur drei der 23 Gemeinden (13 Prozent) schafften die A-Kategorie: Inzersdorf, Schlierbach und Steinbach an der Steyr. Ebensoviele wurden mit „B“ eingestuft, gleich zehn Gemeinden erfüllten die Kriterien für die Kategorie „C“. In die niedrigste Kategorie „E“ fallen fünf Gemeinden, wobei Oberschlierbach als einzige Gemeinde des Bezirks in der Altersgruppe der Unter-Dreijährigen überhaupt kein institutionelles Betreuungsangebot anbietet.
Lichtblicke beim Angebot für Drei- bis Sechsjährige
Die Betreuungssituation der Drei- bis Sechsjährigen im Bezirk Kirchdorf sieht hingegen besser aus. Mit Grünburg, Kremsmünster, Micheldorf und Pettenbach erreichten vier Gemeinden die 1A-Kategorie. Sie bieten somit Eltern ein optimales Angebot. Das sind 17,4 Prozent aller Gemeinden im Bezirk. Dennoch liegt dieser Wert deutlich unter dem oberösterreichischen Vergleichswert von 21 Prozent. Molln konnte als einzige Gemeinde des Bezirks bei den Drei- bis Sechsjährigen mit der Kategorie „A“ eingestuft werden. Sieben Gemeinden (30,4 Prozent) erfüllten die Kriterien für die C-Kategorie. Drei Gemeinden (13 Prozent) mussten in dieser Altersgruppe mit der „E“-Kategorie vorliebnehmen: Hinterstoder, St. Pankraz und Vorderstoder.
Institutionelle Betreuung für Volksschulkinder
Auch bei der Nachmittagsbetreuung von Volksschulkindern gibt es im Bezirk Kirchdorf einigen Nachholbedarf. Mit Molln, Pettenbach und Ried erreichten zwar drei Gemeinden die bestmögliche Kategorie „A“, doch in den drei Gemeinden Oberschlierbach, St. Pankraz und Vorderstoder gibt es kein institutionelles Betreuungsangebot für diese Altersgruppe.


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