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KREMSMÜNSTER. Bei der vergangenen Gemeindesitzung, am 25. März, legte die Marktgemeinde Kremsmünster ihre Finanzen offen. Der Rechnungsabschluss 2020 zeigt ein Vermögen von 68 Millionen Euro. Zudem wurden anstehende Projekte erläutert.

Rathaus Kremsmünster (Foto: Winter)
Rathaus Kremsmünster (Foto: Winter)

Der Rechnungsabschluss 2020 ist der erste Rechnungsabschluss nach der Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung (VRV) 2015. Er setzt sich aus dem Finanzierungs-, Ergebnis- und Vermögenshaushalt zusammen. Erstmalig ist es möglich, die Vermögenswerte der Gemeinde im Zeitablauf zu betrachten und es ergibt sich ein Vermögenswert von 68 Millionen Euro (64,1 Millionen an langfristigem Vermögen und 3,9 Millionen kurzfristiges Vermögen).

Schuldenstand um rund 35,4 Prozent vermindert

Trotzdem war das Jahr 2020 auch für die Marktgemeinde Kremsmünster ein Ausnahmejahr: einerseits Corona-Krise und starke finanzielle Einbußen, andererseits hohe Kanalbenützungsgebührennachzahlungen. Das Ergebnis der laufenden Geschäftstätigkeit setzt sich aus Einzahlungen in Höhe von 20.212.640,10 Euro und Auszahlungen in der Höhe von 19.963.185,73 Euro zusammen und weist somit einen Überschuss von 249.454,37 Euro auf. Am Ende des Finanzjahres 2020 beträgt der Schuldenstand 5.929.333,83 Euro. Gegenüber dem Vorjahr (9.183.605,12 Euro), das bedeutet eine Verminderung um 3.254.271,29 Euro oder rund 35,4 Prozent.

Schulbau-Sanierungsprojekt 2021

Noch im heurigen Jahr wird die Gemeinde alle vier Schulen (Volksschulen Kremsmünster, Kirchberg, Krühub, Mittelschule) teilsanieren und bei der Digitalisierung auf den neuesten Stand bringen. Der Bauzeitraum ist mit 5. Juli bis 17. September 2021 bemessen. Insgesamt investiert die Gemeinde laut einstimmig beschlossenem Finanzierungsplan mehr als 800.000 Euro und erhält Förderungen von Bund und Land.

Rathaus Kremsmünster - Neugestaltung des Zugangsbereiches und 1. Stock/Corworking

Gleichzeitig mit dem Ausbau des ersten Obergeschosses im Rathaus (Einbau von Coworking-Arbeitsplätzen mit Kosten von rund 205.000 Euro exkl. Ust) wird auch der Zugangsbereich zum Rathaus saniert und erneuert. Die Vergaben belaufen sich auf circa 110.000 Euro. Im 1. Stock werden 18 neue Arbeitsplätze eingebaut.

Neubau der Greiner-Brücke

Der Neubau der Greiner-Brücke ist durch die gute Zusammenarbeit im Projektteam im Zeit- und Kostenplan: 2021 formale Grundlagen schaffen, 2022 Neubau Greiner-Brücke, 1. Halbjahr 2023 Abbruch bestehende Greiner-Brücke.

Brücke „Huemer in der Au“

Einstimmig hat der Gemeinderat die Sanierung der Brücke „Huemer in der Au“ mit Gesamtkosten in Höhe von 147.200 Euro vergeben. Mit dem Besitzer des Zugangsweges, der Familie Gnadlinger, wurde zusätzlich eine Vereinbarung bezüglich Kostenbeitrag und der Sicherung des Weges abgeschlossen.

Beteiligung von Kremsmünster an der LEADER-Umsetzung in der Leader Region Traun4tler Alpenvorland beschlossen

Der Gemeinderat hat der Beteiligung von Kremsmünster an der LEADER-Umsetzung in der Leader Region Traun4tler Alpenvorland im Zeitraum 2023 bis 2027 zugestimmt. LEADER ist ein seit Jahren bewährtes Instrument der EU zur Unterstützung der gemeinsamen Entwicklung von Regionen. Dafür stehen in der LEADER Region eine gemeinsame Regionsstrategie, Personalressourcen, ein Büro zur Betreuung und ein Förderbudget für Projekte zur Verfügung. Um in der Region Planungssicherheit herzustellen und um den Bewerbungs- und Strategieprozess sinnvoll starten zu können, hat der Gemeinderat der Marktgemeinde Kremsmünster eine „Absichtserklärung“ zur neuerlichen Beteiligung an der LEADER Region im Zeitraum 2023 bis 2030 abgegeben. Der Jahresbeitrag beläuft sich auf rund 10.000 Euro.

Errichtung einer Tiefgarage am Rathausplatz

Die Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft „BAUREFORM-WOHNSTÄTTE“ beabsichtigt wie bekannt den Erwerb der Liegenschaft „Reiss-Häuser“ am Rathausplatz von der Firma Z-Invest. Grundvoraussetzung für den Umbau/Neubau ist allerdings die Schaffung von Parkmöglichkeiten, die nur über eine Tiefgarage zu realisieren sind. Der Bauausschuss hat in der Sitzung am 8. März 2021 das Vorhaben positiv beurteilt und so fasste der Gemeinderat mehrheitlich einen Grundsatzbeschluss.

Schloss Kremsegg erhält eine neue Straßenbezeichnung

Der Antrag des neuen Besitzers von Schloss Kremsegg zur Einführung eines neuen Straßennamens mit der Bezeichnung „Schloss Kremsegg“ und einer Nummerierung der bestehenden Gebäude wie nachstehend angeführt wurde einstimmig genehmigt. Damit wird die derzeitige Liegenschaftadresse „Kremsegger Straße 59“ ersetzt.

Neuerstellung des Örtlichen Entwicklungskonzeptes

Bezüglich der Neuerstellung des Örtlichen Entwicklungskonzeptes für das Gemeindegebiet von Kremsmünster laufen bereits seit einiger Zeit Vorbereitungsarbeiten auf verschiedenen Ebenen in Form von Workshops und öffentlichen Veranstaltungen. Aus raumordnungsrechtlicher Sicht ist das Örtliche Entwicklungskonzept als Bestandteil des Flächenwidmungsplanes zu sehen. Für die Neuerstellung des Örtlichen Entwicklungskonzeptes ist daher aus rechtlicher Sicht ein Grundsatzbeschluss über die Einleitung des Verfahrens durch den Gemeinderat notwendig, der in der Sitzung des Gemeinderates am 25. März gefasst wurde.


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