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Pilotprojekt im Bezirk Kirchdorf soll neue Wege zur Fachkräftesicherung aufzeigen

Susanne Winter, MA, 04.06.2021 17:08

BEZIRK KIRCHDORF. Eine neue Form der unternehmensübergreifenden Qualifizierung und Beschäftigung von Fachkräften soll in der Region Kirchdorf erprobt werden.

Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner stellt ein Pilotprojekt zur Fachkräftesicherung vor. (Foto: Land OÖ / Wakolbinger)

„Trotz der Corona-bedingten erhöhten Arbeitslosigkeit haben Betriebe in Oberösterreich nach wie vor großen Fachkräftebedarf. Um arbeitslose Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen beziehungsweise von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen in Beschäftigung zu halten und zugleich Unternehmen die benötigten Fachkräfte zur Verfügung zu stellen, starten wir ein Pilotprojekt, bei dem neue Wege zur Fachkräftesicherung aufgezeigt und erprobt werden sollen. Im Mittelpunkt steht eine überbetriebliche Plattform, mit der nicht nur die Qualifizierung, sondern teilweise auch die Beschäftigung von Fachkräften unternehmensübergreifend organisiert werden soll“, kündigt Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) an.

Entwicklungsprojekt in der Region Kirchdorf umgesetzt

„Dieses Entwicklungsprojekt wird unter dem Titel ,Transplacement' in der Region Kirchdorf vom Technologie- und Innovationszentrum Kirchdorf gemeinsam mit der oö. Standortagentur Business Upper Austria und dem Arbeitsmarktservice Kirchdorf umgesetzt. Finanziert wird es aus dem ,Oberösterreich-Plan'“, erläutert Landesrat Achleitner.

Arbeitslose und Arbeitskräfte bedarfsorientiert qualifizieren

„Wir wollen bei diesem Pilotprojekt bewusst neue Wege gehen. So sollen Fachkräfte nicht nur überbetrieblich qualifiziert werden, sondern im Rahmen eines Pools auch beispielsweise in zwei Betrieben beschäftigt werden, wenn etwa ein Betrieb aufgrund geringerer Aufträge einen Arbeitskräfteüberschuss hat, während ein anderer Fachkräftebedarf hat. Damit könnten sowohl Menschen in Beschäftigung gehalten als auch ein Fachkräftebedarf abgedeckt werden. Weiter sollen etwa Teilzeitkräfte mit Wunsch auf Vollbeschäftigung entsprechende Möglichkeiten angeboten werden. Darüber hinaus sollen Arbeitslose und Arbeitskräfte bedarfsorientiert qualifiziert werden“, erklärt der Landesrat.

Kooperative Fachkräftesicherung

„Das Modellprojekt richtet sich dementsprechend an Unternehmen mit speziellem Fachkräftebedarf, Betrieben mit Fachkräfteüberschuss, Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen, Arbeitskräfte mit Qualifizierungsbedarf sowie gut qualifizierte Absolventen, Spezialisten sowie Wiedereinsteiger, die in der Region keine Vollzeitanstellung finden. Sie alle sollen von dieser Initiative zur kooperativen Fachkräftesicherung profitieren“, betont Achleitner.

„Unser ,Transplacement'-Pilotprojekt ist in drei Phasen gegliedert: Zuerst die Entwicklung eines Modells, danach die pilothafte Erprobung und nach entsprechender Bewährungsprobe auch die mögliche Ausrollung in andere Regionen Oberösterreichs“, unterstreicht Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner.


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