Problemlöser und Mediator, der verwaltet und gestaltet
RIED IM TRAUNKREIS. Der 42-jährige Stefan Schöfberger (SPÖ) ist der neue Bürgermeister von Ried im Traunkreis. Tips besuchte den hauptberuflich tätigen Orts-Chef in seinem Büro und stellte ihm ein paar Fragen.

Tips: Sie leben seit 2012 in Ried. Wann hat Ihre politische Karriere begonnen?
Stefan Schöfberger: Im Juli 2015 hat mich der damalige Fraktionsobmann der SPÖ in Ried angesprochen, ob ich mir vorstellen kann, für den Gemeinderat zu kandidieren und ich habe ja gesagt.
Tips: Warum haben Sie sich dazu bereit erklärt?
Stefan Schöfberger: Um in dem Ort, in dem ich wohne, etwas verändern zu können.
Tips: Bei der Wahl am 26. September erhielten Sie 33,92 Prozent der Stimmen. Bei der Stichwahl am 10. Oktober konnten Sie sich dann mit 51,76 Prozent durchsetzen. Haben Sie damit gerechnet, Bürgermeister zu werden?
Stefan Schöfberger: Bis zum Stichwahltag hätte ich nicht geglaubt, dass ich Bürgermeister werde. Ich freue mich sehr über den Zuspruch. Allerdings haben auch rund 49 Prozent geglaubt, ich bin vielleicht kein so guter Bürgermeister. Diese muss ich überzeugen, dass ich doch die richtige Wahl gewesen wäre. Ich sehe mich nicht nur als Gestalter und Verwalter, sondern auch als einen Problemlöser und Mediator. Ich möchte unabhängig von einem Parteizwang Projekte umsetzen, von denen ich glaube, dass sie für Ried am besten sind – jedoch nur gemeinsam mit dem Gemeinderat. Das heißt, ich akzeptiere es auch, wenn sich der Gemeinderat mehrheitlich anders ausspricht.
Tips: Welche Projekte sind in Ried derzeit wichtig?
Stefan Schöfberger: Das Grundstück im Zentrum der Gemeinde muss, meiner Meinung nach, in öffentlicher Hand bleiben. Es gehört den Riedern und ist unsere Entwicklungsfläche. Für die zukünftige Nutzung gibt es mehrere Ideen. Einen Sport- beziehungsweise Trainingsplatz halte ich für sinnvoll, denn dort treffen sich die Leute. Bezüglich Volksschule und Turnsaal muss jeweils geklärt werden, ob ein Neubau oder eine Sanierung erfolgt. Ich befürworte eine Schulsanierung. Das Sicherheitsproblem sehe ich entspannter, denn der Haupteingang für die Kinder befindet sich in einer Nebenstraße.
Tips: Was gefällt Ihnen besonders in Ried?
Stefan Schöfberger: Der dörfliche Charakter – die Leute kennen und grüßen sich – und das große Engagement in den Vereinen.


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