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BEZIRK KIRCHDORF. Im Rahmen der Initiative „Schule trifft Wirtschaft“ der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) berieten sich Pädagogen und Ausbildungsbetriebe über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf angehende Lehrlinge und informierten sich über die anstehende OÖ Job Week.

(v.l.): Rene Haidlmair (Haidlmair GmbH, Nußbach), Martin Schiller (JW Bezirk Kirchdorf), Brigitta Schickmaier (Bezirksstellenausschuss WKO Kirchdorf), Stefan Pirc (SQM Bildungsregion Steyr-Kirchdorf), Markus Resch (Kremstaler Hofbäckerei, Wartberg), Siegfried Pramhas (Bezirksstellenleiter WKO Kirchdorf), Günter Schmied (AMS-Regionalstellenleiterin-Stv.) (Foto: WKO Kirchdorf)

Laut dem aktuellen Fachkräftemonitor des Landes OÖ werden im Wirtschaftsraum Kirchdorf-Steyr im Jahr 2030 über 5.000 Fachkräfte mit der Basisausbildung Lehre fehlen. Daher stehe die Lehre im Fokus, auch wenn in anderen Bereichen ebenfalls nach Mitarbeitern gesucht werde.

Die Lehre im Fokus

„Für uns als WKO Kirchdorf ist es wichtig, beim Fachkräftethema mit allen Schulen und Unternehmen an einem Strang zu ziehen“, betont WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller. Er verweist dabei auf die OÖ Job Week, die von 28. Februar bis 2. April stattfindet.

OÖ Job Week

Die OÖ Job Week oder „Woche der Berufswahl“ findet von 28. Februar bis 2. April statt. In dieser Woche geben Arbeitgeberbetriebe Einblick in ihre Unternehmen und zeigen, welche vielfältigen beruflichen Möglichkeiten es in der Region gibt.

Ausbildungsbetriebe vor neuen Herausforderungen

„Jugendliche haben teilweise in den beiden Jahren einschneidende Veränderungen, die in dieser Lebensphase sehr heftig wahrgenommen werden können. Das müssen wir alle berücksichtigen“, berichtet die Schulpsychologin Karin Bayer-Daschill, zuständig für die Bildungsregion Kirchdorf-Steyr. Die Schulen erleben diese Veränderungen der Schüler bereits mit. „Es wird auch die Ausbildungsbetriebe vor neuen Herausforderungen stellen“, sagt Klaus Aitzetmüller.

Chance für die Zukunft der Lehrausbildung

Die Ausbildner werden sich auf teilweise in der Persönlichkeit veränderte Lehrlinge einstellen müssen. Unsicherheit, gestoppte Prozesse in der Schulzeit, der Mangel an Zielen, fehlende Zusammentreffen und vorgegebene Tagesstrukturen sowie eine verstärkte Kommunikation über Handy und Co. sind nur einige dieser Faktoren. Aber genau diese Situation biete für die Lehre auch eine entsprechende Chance. „Die positiven Lehrlingserlebnisse und Chancen müssen verstärkt sichtbar gemacht werden“, sagt Kirchdorfs WKO-Bezirksstellenleiter Siegfried Pramhas.

Lehrlinge seien in den Betrieben ein wichtiger Faktor, betont Pramhas. Jugendliche werden in ein Team eingegliedert, erfahren Kommunikation, Ziele und erhalten klare Tagesstrukturen. „In vielen Berufen gibt es ein sichtbares Ergebnis, das motiviert und auch stolz macht“, so der Bezirksstellenleiter.


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