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BEZIRK KIRCHDORF. Ende Februar waren 904 Personen, davon 363 Frauen und 541 Männer, im Bezirk Kirchdorf arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um über 31 Prozent gesunken. Grund zur Freude bestehe laut Julia Kröll, Geschäftsstellenleiterin des Arbeitsmarktservice Kirchdorf, aber nicht. Denn der Ukraine-Krieg werde den prognostizierten, weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit deutlich bremsen.

Mit Stand Ende Februar waren 363 Frauen und 541 Männer im Bezirk Kirchdorf auf Jobsuche. (Foto: smolaw/Shutterstock.com)

„Der Arbeitsmarkt im Bezirk Kirchdorf entwickelt sich weiterhin äußerst positiv, die Beschäftigung wächst um ein Plus von 3,4 Prozent im Jänner 2022 gegenüber Jänner 2021 auf 24.694 unselbstständig Beschäftigte im Bezirk Kirchdorf“, informiert Julia Kröll, Geschäftsstellenleiterin des Arbeitsmarktservice (AMS) Kirchdorf. Gleichzeitig sei ein Minus von 31,72 Prozent an gemeldeten arbeitsuchenden Personen zu verzeichnen. „Grund zu Jubel besteht aber - nicht nur aus Respekt und Mitgefühl für die Menschen in der Ukraine - trotzdem nicht. Der schreckliche Krieg und die notwendigen Sanktionen werden wohl auch unsere Wirtschaftsentwicklung und den prognostizierten, weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit deutlich bremsen. Auch verrät ein Blick auf die Kurzarbeitszahlen, dass Corona noch nicht vollständig überwunden ist. Ende Februar waren in Österreich rund 187.000 Menschen zur Kurzarbeit beim AMS angemeldet“, so Kröll.

Demografische Entwicklung im Bezirk Kirchdorf

Die Bevölkerung im Erwerbsalter zwischen 15 und 64 Jahren geht in den nächsten 30 Jahren um 4,8 Prozent zurück, die am Arbeitsmarkt aktiven Personen werden immer älter. In allen Bundesländern – ausgenommen Wien und Niederösterreich – soll die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zurückgehen, auch für die Zahl der Erwerbspersonen wird nur für Wien ein Anstieg prognostiziert. „Auch unsere Nachbarländer müssen sich der Herausforderung der älter werdenden Bevölkerung stellen“, so Kröll. Nach aktuellen Prognosen liege die Zahl der 15-Jährigen im Jahr 2050 etwas über dem Niveau von 2021.

Für 2030 und 2040 werde laut Kröll ein leichter Anstieg der 15-jährigen Wohnbevölkerung prognostiziert. „Zu Beginn des Jahres 2050 wird die Zahl mit rund 89.500 um 4,4 Prozent über dem Niveau des Jahres 2021 liegen. Deutlich unterschiedlich wird die Entwicklung jedoch in den einzelnen Bundesländern verlaufen“, informiert die Geschäftsstellenleiterin. In Wien werden 15,4 Prozent mehr junge Menschen im Alter von 15 Jahren leben, in Kärnten um 12 Prozent weniger.

Langzeitarbeitslosigkeit weiterhin Thema

„Nach wie vor beschäftigt uns das Thema der Langzeitarbeitslosigkeit, um diese zu verhindern, bieten wir weiterhin attraktive Förderungen an: So wurde beispielsweise das Job Restart Programm vom AMS gemeinsam mit dem Land OÖ initiiert. Wir fördern mit der Eingliederungsbeihilfe große Teile der Lohn- und Lohnnebenkosten“, betont Kröll.

Arbeitnehmer trifft Arbeitgeber auf der OÖ Job Week

Von 28. März bis 2. April findet erstmals die OÖ Job Week statt. Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stärker“ arbeitet die Woche der Berufswahl der Wirtschaftskammer Oberösterreich mit wichtigen Ko-operationspartnern zusammen. So zählen unter anderem die Bildungsdirektion OÖ, das Arbeitsmarktservice und die Initiative Hot Spot! zu den Unterstützern. Und alle verfolgen das Ziel der OÖ Job Week, Menschen am Arbeitsmarkt näher zusammenzubringen. Nähere Infos gibt es unter www.jobweek.at


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