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Grüne Bezirkstour in Hinterstoder: "Stodertal braucht nicht mehr Beton, sondern ein Zukunftskonzept"

Sophie Kepplinger, BA, 18.03.2022 11:44

HINTERSTODER. Das Stodertal brauche ein Zukunftskonzept. Einen Plan, um die Region nachhaltig, erfolgreich und für die Menschen lebenswert zu erhalten und zu gestalten. „Noch mehr Beton und Asphalt gehört sicher nicht dazu“, so der Grüne Landessprecher LR Stefan Kaineder nach einem Gespräch in Hinterstoder im Rahmen der Grünen Bezirkstour.

(v.l.) Otto Bauer, Stefan Kaineder, Karin Zörrer-Zeiner, Rainer Hackl, Doris Klinser-Wolschlager, Reinhard Ammer (Foto: Grüne OÖ)

Mit dabei beim Gespräch waren Karin Zörrer-Zeiner (Die Grünen Hinterstoder), Doris Klinser-Wolschlager (BürgerInnen-Initiative gegen Luxus-Campingplatz), Christine Zauner (ehemalige Fraktionsobfrau BürgerInnen-Liste Bergauf/Vorderstoder) sowie Otto Bauer (Bezirkssprecher Kirchdorf). Geplante Projekte wie die Skigebietserweiterung oder der Campingplatz nahe des Schiederweiher sorgen seit Jahren für heftige Diskussionen. „Diese Projekte zeigen, wie es nicht geht. In Zeiten des Klimawandels ein Skigebiet auf dieser Höhe zu erweitern, wäre Unsinn. Ebenso nahe eines der schönsten Plätze Österreichs einen überdimensionierten Campingplatz mit Suiten, Chalets und Pool zu errichten. Noch mehr und noch größer ist der falsche Ansatz für das Stodertal. Es muss sich als Hotspot eines nachhaltigen Tourismus präsentieren, der die Schönheit der Natur nutzt, ohne sie zu zerstören“, betont Kaineder.

Zukunft für junge Menschen

Diesen Weg als einzig zielführenden sehe auch der regionale Grüne Abgeordnete für das Traunviertel, LAbg. Reinhard Ammer: „Die Region und ihre Menschen brauchen eine klare Perspektive. Gerade für junge Menschen ist das essentiell, damit sie dort für sich eine Zukunft, eine Existenz aufbauen nicht abwandern. Aber genau das ist derzeit der Fall. Wirtschaft, Tourismus und Nachhaltigkeit schließen sich nicht aus. Ganz im Gegenteil, darin liegt die größte Chance für das Stodertal.“

„Das erfordert aber Offenheit, Transparenz und auch Gesprächsbereitschaft aller Beteiligten, die bisher leider zu wünschen übriggelassen hat. Zumindest deutet sich hier jetzt eine leichte Verbesserung an. Denn dies ist unverzichtbar, um zu einer tragfähigen Lösung und zu einem guten Gesamtpaket für das Tal zu kommen. Wenn große Player ihr eigenes Süppchen kochen und der Info-Fluss nicht passt, herrschen Misstrauen und Argwohn. Die Zukunft des Stodertals wird aber nur erfolgreich sein, wenn alle an einem Strang ziehen“, betont Ammer.


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