Veränderung als Chance begreifen
KREMSMÜNSTER. Yoghurtbecher, Plastikflaschen, Matratzen oder Blutabnahmeröhrchen: Greiner in Kremsmünster entwickelt und produziert hochwertige, innovative Produkte des Alltags. Mehr als 11.000 Mitarbeiter arbeiten weltweit an Kunststoff- und Schaumstofflösungen, die wir alle kennen und nutzen.

Während das Unternehmen seit Jahren auf einer Erfolgswelle reitet, nimmt die Kritik an Plastik in den vergangenen Jahren stetig zu. Plastik genießt keinen sonderlich guten Ruf, seitdem die Folgen fehlender Abfallsysteme immer deutlicher zu sehen sind. Man schätzt, dass weltweit jährlich acht Millionen Tonnen Plastik in die Umwelt gelangen. Trotz dieser alarmierenden Zahlen ist man bei Greiner fest überzeugt, dass das Material eine große Zukunft hat. Stefan Grafenhorst, Leiter der Abteilung Nachhaltigkeit bei Greiner, betont: „Wir verschließen keinesfalls die Augen vor den aktuellen Problemen. Die Aufgabe, vor der wir stehen, könnte nicht herausfordernder sein, denn wir brauchen eine ökologische Modernisierung unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Die Zeit drängt, weshalb wir bereits essenzielle Schritte eingeleitet haben, um eine funktionierende Kreislaufwirtschaft im gesamten Konzern zu etablieren.“
Nachhaltige Transformation
Das große Thema der Unternehmensgruppe überrascht daher wenig: nachhaltige Transformation. So arbeitet man zum Beispiel an innovativen Geschäftsmodellen, die das Matratzenrecycling komplett neu denken. Erstmalig werden in Deutschland Matratzen nach der Nutzung durch Verbraucherinnen gesammelt. Gemeinsam mit BASF sollen diese in Zukunft recycelt werden, um so das daraus gewonnene Material wieder in den Produktlebenszyklus zurückzuführen. Doch damit nicht genug: In Kooperation mit externen Partnern arbeitet man zudem auch intensiv daran, das chemische Recycling von Kunststoffabfällen weiter voranzutreiben. Das Ziel: Statt zu Müll zu werden, sollen benutzte Produkte wiederverwertet und so erfolgreich im Kreislauf gehalten werden. Das Thema Klimaschutz hat bei Greiner darüber hinaus einen besonderen Stellenwert.
„Als produzierendes Unternehmen haben wir einen CO2-Fußabdruck, den es massiv zu reduzieren gilt“, so Grafenhorst. Die Pläne sehen unter anderem die Nutzung von noch mehr erneuerbarer Energie vor. Während in Österreich bereits hundert Prozent grüner Strom genutzt wird, hat man sich auch weltweit den Einsatz von grüner Energie als Ziel gesetzt.
Große Zukunftsambitionen
Der Umbau des Konzerns und das Bestreben, die kommenden Jahre zu den goldenen 20er-Jahren der Nachhaltigkeit und Transformation zu machen, ist in vollem Gange. Auch die Pandemie, die für viele Unternehmen eine Belastung darstellte, hat diesen Prozess nicht aufhalten können. Erfolgreicher denn je zeigt man sich im Jahr 2022. Nachdem Ende des Jahres 2021 die Sparte Greiner Extrusion verkauft wurde, setzt man mit Greiner Packaging, Greiner Bio-One und NEVEON auf nunmehr drei operative Sparten mit großen Zukunftsambitionen.


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