Lehre ist so attraktiv wie nie zuvor
BEZIRK KIRCHDORF. Laut WKO Bezirk Kirchdorf wird unter ähnlichen wirtschaftlichen Parametern wie derzeit der „Wert der Lehre“ weiter steigen.

Die AMS-Statistik für Juli 2012 wies 143 offene Lehrstellen und 75 Lehrstellensuchende auf – für Juli 2022 werden 217 offene Lehrstellen (sofort und nicht sofort verfügbare) und 49 Lehrstellensuchende (sofort und nicht sofort verfügbare) ausgewiesen. Seit den vergangenen Berufserlebnistagen verzeichnet die WKO Kirchdorf wieder einen Anstieg der Lehrlingsstarterzahl. „Hoffentlich haben wir diese notwendige Trendwende geschafft. In den letzten drei Jahren mussten wir leider trotz intensiver Bemühungen, die Vorteile der Lehre ins Rampenlicht zu setzen, Rückgänge hinnehmen“, sagt WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller, der gemeinsam mit den Verantwortlichen in der WKO Kirchdorf mit Spannung auf den Lehrstellenbericht des Monats September wartet. Dann liegen die endgültigen Lehrlingsstarterzahlen vor.
Chancen hervorheben
Mit Ende Juli 2022 haben 243 Jugendliche mit einer Lehre in ihre Zukunft gestartet. Das sind um fast zehn Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Wird die Anzahl der 15-Jährigen gegenübergestellt, also jene, die ins Berufsleben mit einer Lehre erstmals einsteigen könnten, so wurden mit Anfang des Jahres 2022 insgesamt 623 Jugendliche gezählt. Rechnerisch gesehen würden die Ausbildungsbetriebe etwa 350 bis 360 davon benötigen. „Daraus lässt sich klar ableiten, dass die Region noch immer ein entsprechendes Lehrlingspotenzial hat. Offensichtlich müssen die Chancen, die mit der Lehre verbunden sind, weiterhin noch stärker getrommelt werden“, sagt WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller.
Zukunftsfaktor Lehre
Ein guter Lebensraum benötigt die berufliche Vielfalt. „Um die zukünftige Lebensqualität einer Region zu sichern, braucht es aber auf alle Fälle die Beachtung des Arbeitskräftebedarfes“, sagt WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller. Zieht man den aktuellen Fachkräftemonitor zur Analyse heran und werden diese Daten hochgerechnet, können in acht Jahren im Bezirk Kirchdorf etwa 4.000 bis 5.000 Arbeitsplätze nicht mehr besetzt werden. Vorausgesetzt, die wirtschaftliche Entwicklung ist ähnlich wie bisher. Der Großteil dieser nicht zu besetzenden Stellen wird als Voraussetzung eine Lehre haben.


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