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Energiesparmaßnahmen der Stadtgemeinde Kirchdorf: 16 Grad auf den Schulgängen für Lehrer nicht hinnehmbar

Susanne Winter, MA, 24.10.2022 15:30

KIRCHDORF AN DER KREMS. In einer außerordentlichen Sitzung hat der Gemeinderat der Stadtgemeinde Kirchdorf in einer ausführlichen Debatte mehrheitlich Energiesparmaßnahmen beschlossen. Daraufhin erging ein Schreiben an die Pflichtschulen Kirchdorf, bestehend aus den Volksschulen 1 und 2 sowie der digiTNMS-MMS, mit konkreten Maßnahmen. Unter anderem solle die Temperatur auf den Gängen während des Schulbetriebes auf 16 Grad heruntergefahren werden. Ein besorgter Lehrer wandte sich an die Medien.

Pflichtschulzentrum Kirchdorf (Foto: Winter)
Pflichtschulzentrum Kirchdorf (Foto: Winter)

In einem Schreiben der Stadtgemeinde Kirchdorf, gezeichnet von Amtsleiterin Astrid Ruess-Prager, heißt es: „Für Ihre Einrichtung werden daher nachstehenden Energiesparmaßen angeordnet“. Unter mehreren Maßnahmen findet sich auch der Punkt: „Die Heizleistung auf den Gängen wird bewusst auf 16 Grad reduziert, da sich die Personen im Gangbereich nur kurz aufhalten.“ Ein Lehrer des Pflichtschulzentrums Kirchdorf wandte sich daraufhin schriftlich an die Medien: „Wir Lehrer und auch Schüler arbeiten sehr viel am Gang (Förderstunden- Lesestunden- Ausweichplatz für Kinder ohne Bekenntnis währen des RK Unterrichts...). Es kann nicht sein, dass Kinder frieren müssen, das kann ich einfach nicht so hinnehmen (wie auch viele meiner Kollegen).“

Mit vorhandenen Energieressourcen gut wirtschaften

Bürgermeisterin Vera Pramberger (SPÖ) erklärt dazu: „Für alle städtischen Einrichtungen [auch an die Schulen“ wurde vom internen Energieexperten ein Katalog aus möglichem Einsparungspotential ausgearbeitet und dieser den einzelnen Dienststellen zur Durchsicht und mit der Bitte um Rückmeldung an den zuständigen Sachbearbeiter in der Hauptverwaltung übermittelt. Nach Einlangen der Rückmeldungen wird sich das entsprechende politische Entscheidungsgremium mit diesen beschäftigen und festlegen, welches Einsparungspotential in den einzelnen Bereichen mittels Steuerung des Nutzerverhaltens noch möglich ist. Im Zuge dieses Prozesses werden über den Maßnahmenkatalog hinausreichende Ideen an Energiesparpotential gerne entgegengenommen und eingearbeitet. Ich bedanke mich im Vorhinein bei allen Bediensteten in unseren Dienststellen, wenn sie mit ihren Erfahrungen und Fachkenntnissen diesen noch erweitern oder verbessern können.“ Weiters berichtet die Bürgermeisterin, dass erst nach Einlangen der Rückmeldungen das Maßnahmenpaket evaluiert beziehungsweise dem individuellen Nutzerverhalten angepasst werden könne und dass seitens der Pflichtschulen bis dato noch keine Stellungnahme der zuständigen Direktorinnen vorliege.


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