Kirchdorf trauert um große Party am Faschingssamstag
KIRCHDORF AN DER KREMS. Für die immer beliebtere Party in der Stadt Kirchdorf legte die Kiridorfer Faschingsgesellschaft ein neues Veranstaltungskonzept vor, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Nach einer Vorbesprechung, bei der ein Sachverständiger des Landes OÖ über die gesetzlichen Auflagen für Veranstaltungen mit 2.500 Besuchern informierte, zog der Verein den Antrag auf Veranstaltungsbewilligung zurück. Enttäuschte Faschingsnarren betrauern die Absage in den sozialen Medien.

„In den letzten Jahren stieg zu unserer Freude die Besucheranzahl stetig an. Um diesen Gästeansturm in Zukunft besser und vor allem sicherer für alle zu managen, waren wir heuer gezwungen ein neues Veranstaltungskonzept zu erstellen“, informiert Roman Mitterndorfer, Präsident der Kiridorfer Faschingsgesellschaft. Das Konzept beinhaltete unter anderem ein größeres Veranstaltungsareal, zwei Eingänge, Eintrittskontrollen, ein Umweltkonzept, mehr WC-Anlagen und mehr freiwillige Helfer. Waren im Vorjahr noch 600 Besucher angemeldet, so sollten es heuer 2.500 sein. Das Konzept wurde mittels Veranstaltungsanzeige der Behörde übermittelt und daraufhin eine Veranstaltungsvorbesprechung einberufen.
„Wir wurden bei der Vorbesprechung mit der Behörde im Beisein eines Sachverständigen des Landes OÖ über die gesetzlichen Erfordernisse für Veranstaltungen in der beantragten Größenordnung informiert. Darunter Terrorprävention, Maßnahmen gegen Unwetter, Notstrombeleuchtung, Zeltsicherungen und diverse Abnahme-Atteste durch konzessionierte Unternehmen. Diese Auflagen können wir als Verein in der Kürze der Zeit so nicht umsetzen und – auch finanziell – nicht mehr stemmen. In Folge dessen mussten wir uns schweren Herzens für die Zurückziehung unseres Antrages auf Veranstaltungsbewilligung entscheiden. Das tut uns als Veranstalter, aber natürlich auch sehr vielen Kiridorferinnen und Kiridorfern sehr weh“, berichtet Roman Mitterndorfer.
In den Sozialen Medien wird die Absage der Faschingsparty mittels zahlreichen enttäuschten Posts kommentiert und der Faschingssamstag mittels Partezettel betrauert.
Neues Konzept für nächstes Jahr geplant
„Wir sind bereits in intensiven Gesprächen, im Speziellen mit den Gemeindevertretern und unseren Veranstaltungspartnern, um Lösungen zu finden, damit wir diese Veranstaltung für die Zukunft wieder sicher in Kirchdorf veranstalten können. Wir sind davon überzeugt mittelfristig ein nachhaltiges Konzept für das Bunte Treiben in Kirchdorf erarbeiten zu können“, betont der Präsident der Kiridorfer Faschingsgesellschaft.
Bürgermeisterin Vera Pramberger (SPÖ) schließt sich der Stellungnahme des Vereines an. „Ich betrachte diese Vorgehensweise voller Respekt“, so Pramberger, die damit rechnet, dass das Thema in der Sitzung des Stadtrates, am 9. Jänner, unter Allfälliges besprochen werde.
„Ich verstehe es voll und ganz, dass die Faschingsgilde die Veranstaltung unter diesen Voraussetzungen nicht durchführen möchte“, sagt die Kulturstadträtin Judith Oberdammer (die Grünen) und kündigt an, bei der Stadtratssitzung das Thema einzubringen: „Ich finde es schade, dass es im Stadtrat nie ein Thema war. Vielleicht hätte man eine Lösung gefunden.“
Prinzengschnas und Kinderball
Am Faschingssamstag plant die Kiridorfer Faschingsgesellschaft einen Aufmarsch des Fanfarenzugs, der Garden und des 11er-Rates, um die Werbepartner und Geschäftstreibenden im Stadtzentrum zu besuchen. Das Prinzengschnas mit der Vorstellung des neuen Prinzenpaars zum Motto „Rockabilly Kiridorf“ findet am Freitag, 12. Jänner um 19.30 Uhr im Gasthof Rettenbacher statt und der Kinderball wird am Sonntag, 21. Jänner, um 14 Uhr in der Stadthalle zu Kiridorf veranstaltet.


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