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KIRCHDORF AN DER KREMS. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie das Projekt „Kirchdorfer Zehner für Ski-Karte“ angenommen wird. Die Kirchdorfer Gastronomie und Geschäftsleute gehen dabei einen völlig neuen Weg, um zusätzliche Frequenzen für die Betriebe der Innenstadt zu schaffen.

WKO-Bezirksstellenleiter Siegfried Pramhas (l.) und der Vorsitzender des Kirchdorfer Tourismusausschusses Johannes Bachhalm (Foto: WKO)

Geschäfte in Innenstadtlagen haben in den vergangenen Jahren durch das Onlineshoppen eine erhebliche Konkurrenz bekommen. „Unser Projekt ist ein Versuch, den Tourismus, den Handel und die Gastronomie noch stärker zu vernetzen“, sagt Johannes Bachhalm, Eigentümer der Schokoladenmanufaktur Bachhalm und Vorsitzender des Kirchdorfer Tourismusausschusses. Eingeladen sind alle Handels- und Gastrobetriebe in der Kirchdorfer Innenstadt. Entsprechende Werbepakte wurden den Betrieben zur Verfügung gestellt.

Erwartungshaltungen gibt es nicht. „Es geht um das Probieren. Da werden noch einige Fragen auftreten. Aber wenn wir nix probieren, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn nichts passiert“, sagt WKO-Bezirksstellenleiter Siegfried Pramhas, gleichzeitig stellvertretender Sprecher des Stadtkonzeptes Kirchdorf. Der Zeitaufwand, der hinter diesem Projekt steckt, ist für die Initiatoren erheblich. „Da wurden viele freiwillige Stunden geleistet, jetzt hoffen wir, dass es für die Frequenz und die Betriebe einen Nutzen bringt“, sagt der örtliche Tourismusvorsitzende Johannes Bachhalm.

Tips berichtete in Kirchdorf will sich mit neuem Auftritt und Kooperationen stärker als Einkaufsstadt positionieren

Ein sehr hartes Kriterium ist, dass die Ski-Karte der Hinterstoder-Wurzeralm (HIWU) Bergbahnen nur am Ausstellungstag gegen einen „Kirchdorfer Zehner“ umgetauscht werden kann. „Es wurde intensiv darüber diskutiert. Wir wollen es mit dieser Bedingung probieren, vielleicht müssen wir nachbessern“, sagt Initiator Johannes Bachhalm und ersucht gleichzeitig um Verständnis: „Es kann auf alle Fälle in jede Richtung gehen. Vor allem wird auch interessant, wie viele Skifahrer von der Autobahn abfahren und von dem Angebot Gebrauch machen.“ Die ersten Antworten gibt es Ende Februar.

Projekt ist bereits Gesprächsthema

Eines hat die Vorstellung des Projektes „KI10er fährt Ski“ auf alle Fälle schon gebracht: Kirchdorf ist mit einem völlig neuen Projekt in Diskussion weit über die Stadtgrenzen hinaus. „Die Bildschirmwerbung und die ausgeteilten Flyer an die Tagesskifahrer im Skigebiet bringen sicherlich Aufmerksamkeit für die Stadt“, sieht Johannes Bachhalm schon zu Beginn einen Vorteil.

„Echt super, dass der Leitbetrieb HIWU bei diesem Projekt mitmacht. Auch das Unternehmen betritt damit Neuland und ist zu solchen neuartigen Kooperationen mit dem Umland bereit“, bedankt sich WKO-Bezirksstellenleiter Siegfried Pramhas beim touristischen Leitbetrieb: „Die intensive Diskussion sorgt hoffentlich für Ideen, wie Gäste noch besser in der Region gebunden werden können. Es geht darum, die Gäste in der Region zu halten und die Verweildauer zu erhöhen.“

Einkaufsmöglichkeiten in Kirchdorf vor dem Vorhang

Das Projekt wurde nicht nur für die Gäste erarbeitet, sondern soll auch für die Bewohner der Region einen Nutzen stiften. „Der Bevölkerung werden vielleicht die Einkaufsmöglichkeiten in Kirchdorf, also in unserem Lebens- und Wirtschaftsraum damit noch bewusster gemacht“, sagt Johannes Bachhalm. Sollte die Aktion den gewünschten Erfolg bringen, werde man weitere Aktionen beispielweise für Wanderer und Radfahrer entwickeln.


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