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Streit um gesetzliche Lohnerhöhung bei TCG Unitech in Kirchdorf: Betriebsrat stellt sich gegen Management

Sophie Kepplinger, BA, 11.11.2024 13:41

KIRCHDORF. Die Gewerkschaft PRO-GE zeigt sich empört: Das Management der TCG Unitech wolle die Löhne der Mitarbeiter kürzen. Mittels Einzelvereinbarungen oder Änderungskündigungen soll die kollektivvertragliche Lohnerhöhung von 4,8 Prozent verhindert werden. Betriebsratsvorsitzende Roswitha Grammer spricht von einem „Schlag ins Gesicht“. Die Geschäftsführung wollte sich auf Tips-Anfrage noch nicht zu den geplanten Streichungen äußern, man befinde sich aktuell mitten im Umsetzungsprozess.

 (Foto: Stockfotos-MG/stock.adobe.com)
(Foto: Stockfotos-MG/stock.adobe.com)

Wie die Gewerkschaft PRO-GE Oberösterreich berichtet, informierte das Management die Mitarbeiter der TCG Unitech in Kirchdorf vom Vorhaben, die Löhne zu kürzen. Mittels Einzelvereinbarungen oder Änderungskündigungen soll die kollektivvertragliche Lohnerhöhung von 4,8 Prozent verhindert werden. „Das Vorhaben ist ein Schlag ins Gesicht für die 960 Kollegen und ein unfassbarer Tiefpunkt für die betriebliche Sozialpartnerschaft“, sagt Betriebsratsvorsitzende Roswitha Grammer.

Der Betriebsrat verweist darauf, dass bisher sämtliche Einsparungsvorgaben wie etwa Schließtage oder Umstrukturierungen von der Belegschaft mitgetragen wurden. „Die Ankündigung des Managements ist respektlos und zum Schämen. Probleme werden ausschließlich auf die Mitarbeiter abgewälzt. So wurde etwa noch kein Wort darüber verloren, um wie viel die Managergehälter gekürzt werden sollen“, ärgert sich Grammer. Der Betriebsrat fordert daher, dass die kollektivvertragliche Lohnerhöhung umgesetzt wird. Die Mitarbeiter erhalten in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft PRO-GE und GPA in den nächsten Tagen eine rechtliche Beratung. Der Betriebsrat wolle mit der Belegschaft weitere Maßnahmen vorbereiten, sollten die Pläne nicht zurückgezogen werden.

Die Geschäftsführung der TCG Unitech wollte sich auf Anfrage von Tips noch nicht zu den geplanten Streichungen der im Jahr 2023 verhandelten KV-Lohnerhöhungen äußern und erklärte, dass man sich aktuell noch mitten im laufenden Umsetzungsprozess befinde.


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