LEONSTEIN. Welche Folgen hätte die bevorstehende Umsetzung der Westspange in Steyr für das Verkehrsaufkommen im Steyrtal? Diesem Thema widmet sich ein Informationsabend im Pfarrheim Leonstein.

„Das Steyrtal darf nicht Brenner 2.0 werden“, betonen die Organisatoren. In Kooperation mit der Klimaschutzgruppe „dahuatbrennt“ und der Bürgerplattform „Pro Natur Steyrtal“ lädt das Fachteam „Schöpfungsgerechtigkeit“ der Pfarrgemeinde Leonstein am Mittwoch, 22. April, zu einem Informations- und Diskussionsabend (Pfarrheim, 19 Uhr) ein.
„Es geht um ein Thema, das alle im Steyrtal betrifft: den Durchzugsverkehr, der durch einen letzten Lückenschluss in Form der Westspange in Steyr zunehmen könnte“, sagt Marilies Eckhart vom Seelsorge-Team.
Als großräumige Umfahrung von Steyr würde die Westspange die B115 Eisenstraße im Norden der Stadt mit der B122 Voralpenstraße verbinden. Für die Umsetzung braucht es ein positives Ergebnis der Umweltverträglichkeitsprüfung, die kurz vor Abschluss steht.
Lärm und Abgase
Prognosen des Landes Oberösterreich rechnen mit 25.500 mehr Fahrzeugbewegungen pro Tag durch die Westspange. Mitorganisatorin Elisabeth Rohrauer: „Ein guter Teil dieser Fahrzeuge würde seinen weiteren Weg durch das Steyrtal zur Autobahn nehmen. Der Verkehr könnte sich vervielfachen.“ Laut Verkehrszählung am Tunnelportal Grünburg lag der Tagesdurchschnittsverkehr 2025 bei rund 7.000 Fahrzeugen.
Anrainer bekämen den Verkehrslärm zu spüren. Kinder und Jugendliche wären am Weg zu Schule oder Bushaltestelle vermehrt gefährdet. Pendler müssten mit längeren Fahrtzeiten zum Arbeitsplatz rechnen. Und der gesundheitsschädliche Feinstaub würde alle betreffen.
Die Mitstreiter von „dahuatbrennt“ bringen den europäischen Blickwinkel ein: „Mit Fertigstellung der tschechischen Autobahn D3 entsteht eine europaweite Transitstrecke zwischen Berlin und dem slowenischen Seehafen Koper. Für den Schwerverkehr wären Westspange und Steyrtal daher eine willkommene Ausweichroute.“


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